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Markkleeberg Musiker begeistern selbst im Regen
Region Markkleeberg Musiker begeistern selbst im Regen
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07:00 03.07.2017
Glanzvoller Abschluss an jedem der drei Konzertabende – das Höhenfeuerwerk am Zwenkauer Yachthafen kam beim Publikum bestens an. Quelle: André Kempner
Zwenkau

Nach vier erlebnisreichen Tagen mit drei Konzertabenden und dem Familiensonntag ist gestern das 1. Neuseenland Musikfest zu Ende gegangen. Italienisches Temperament, französischer Charme, Klassik – die Premiere bot musikalisch für jeden Geschmack etwas. Einziger Schönheitsfehler – das Wetter.

„Ich bin glücklich! Das war eine gelungene Premiere, die gezeigt hat, was hier alles möglich ist“, zog Andreas Schmidt, Geschäftsführer der Sächsischen Seebad Zwenkau (SSZ) und Vorstand im Neuseenland Musikverein ein überaus positives Fazit. Das I-Tüpfelchen sei der Samstag gewesen: „Dass so viele Gäste trotz Regens dageblieben sind – Wahnsinn.“

Anders als am Donnerstag und Freitag hatte es kurz nach Beginn der Klassiknacht angefangen zu schütten. Die 550 Besucher, darunter Landrat Henry Graichen und Bürgermeister Holger Schulz, saßen mit Regenschirmen, in Capes und Decken gehüllt am Yachthafen. Das Leipziger Symphonieorchester (LSO) rückte unter dem Bühnendach zusammen. Musikfest-Initiator und LSO-Chefdirigent Wolfgang Rögner verkürzte das Konzert schließlich sogar, weil die Instrumente drohten Schaden zu nehmen.

Und trotzdem, es war ein Abend, der in schöner Erinnerung bleiben wird. „Wunderbar, auch im Regen“, meinte Stadträtin Ursula Herrmuth. Sie bewundere die Musiker. „Dass sie nicht nur weitergespielt, sondern so klasse weitergespielt haben – dafür von Herzen Danke an Wolfgang Rögner“, so auch Schmidt. Für Rögner war der Regen nicht das einzige Problem: Zwei der drei angekündigten Sänger – Mezzosopranistin Marie-Luise Dressen und Tenor Michael Heim – hatten kurzfristig abgesagt. Indes der Ersatz war keiner: Madeline Cain, US-Amerikanerin mit Wohnsitz in Leipzig, und Anton Saris, Niederländer aus Dresden, begeisterten mit Sopranistin Ruth Ingeborg Ohlmann.

Einen Namen gemacht hat sich am Freitag Sébastien Lemoine. Der Franzose eroberte unter anderem mit dem unvergesslichen Chanson „Non, je ne regrette rien“ von Edith Piaf und Gilbert Bécauds „Nathalie“ die Herzen der Zwenkauer. Auch sein Duett mit Moderatorin Evelyn Fischer, begleitet vom LSO und der René-Möckel-Rockband, kam an. Nicht zu vergessen, die weinselige Einlage von Sopranistin Elke Kottmair. Schade, dass ausgerechnet an dem Abend, der einem Sommerabend am nächsten kam, nur 350 Besucher den Weg zum Hafen fanden.

Der stürmische Sonntag gehörte den Familien. Das Sorbische Nationalensemble lud zu Musical und heiterer In-strumentenkunde. Einig waren sich am Ende alle, dass es eine Wiederholung geben muss. „Das Neuseenland Musikfest ist eine große Bereicherung für Zwenkau“, schwärmte Daniela Volz von der SSZ. Und an Ideen für 2018 mangele es nicht, versicherte Schmidt. Dazu zähle auch, „dass wir im Hafenkontor Schirme und Capes anbieten werden.“ Außerdem sollten die Veranstalter mit Italien telefonieren: „The Italien Tenors“ haben es nicht nur den Zwenkauerinnen angetan.

Von Ulrike Witt

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