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Markkleeberg Musikschule zieht in den Agra-Sozialtrakt
Region Markkleeberg Musikschule zieht in den Agra-Sozialtrakt
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14:08 19.05.2015

"Nächste Woche gehen die Angebote der Handwerker bei uns ein. Anfang August kann der Umbau losgehen", erklärte gestern Bürgermeister Philipp Staude.

Dabei sah die Zukunft des Agra-Sozialtraktes im März noch düster aus. Nachdem Architekten den Ausbau zum Kulturzentrum auf rund 1,5 Millionen Euro beziffert hatten, zog Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) die Reißleine. "Das Konzept war verlockend, aber wir können es uns einfach nicht leisten", gestand er damals dem Stadtrat. Schweren Herzens entschied sich das Gremium, die Mittel ins ebenso sanierungsbedürftige, aber architektonisch imposante Weiße Haus zu stecken und das 1896/97 von Verleger Paul Herfurth errichtete Herrenhaus als Kulturzentrum zu etablieren. Einige CDU-Stadträte plädierten daraufhin gleich für den Verkauf des Agra-Sozialtraktes.

Zwei Probleme galt es zu lösen: Die vom Freistaat und vom Kulturraum avisierten 350 000 Euro Fördermittel für den Umbau des Agra-Sozialtraktes mussten auf das Weiße Haus umgelenkt und alternative Räumlichkeiten für die Musikschule gefunden werden. "Letzteres war sogar eine Bedingung des Fördermittelgebers", so Staude. Übrig blieben rund 70 000 Euro Fördermittel, die der Stadt bereits für die Entkernung des Agra-Sozialtraktes ausgezahlt worden waren.

"Es wäre doch schade gewesen, diese Mittel zu vergeben", meint Bürgermeister Staude. Nun werden - mit grünem Licht aus Dresden - drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die 70 000 Euro plus Eigenmittel in gleicher Höhe fließen in die Ertüchtigung des Erdgeschosses, die Musikschule bekommt ein ordentliches Domizil und das künftige Kulturzentrum Weißes Haus ist auf elegante Art einen Mieter los.

Allerdings werde die Musikschule nur übergangsweise den Agra-Sozialtrakt nutzen. "Mittelfristig plant der Kreis einen Anbau an die Geschäftsstelle am Festanger 1, um die Musikschule in Markkleeberg kompakt an einem Standort zu haben", so Staude. Das Interim kann indes länger dauern. "Es gab Gespräche mit der Stadt Markkleeberg. Die Zwischenlösung ist zeitlich nicht begrenzt, alles weitere offen", erklärte Kreissprecherin Brigitte Laux gestern.

Nichtsdestotrotz beginnen in zwei Wochen die Bauarbeiten im schon weitgehend entkernten Agra-Sozialtrakt, der lange als Awo-Verwaltungsgebäude genutzt worden war. "Der Saal erhält eine Schallschutzdecke, teilweise kommen neue Türen rein", so Staude. Nach den Herbstferien werde dann das Weiße Haus zur Baustelle.

"Bis Frühjahr 2015 werden wir den Keller und die Terrasse trockenlegen, einen zweiten Rettungsweg bauen und die Heizung modernisieren", erzählte er. In der zweiten Etage würden Zwischenwände herausgerissen und so Platz für verschiedenste kulturelle Nutzungen geschaffen. Im Souterrain soll es einen Jazzkeller geben sowie vom Park zugängliche Toiletten. Am angestammten Platz bleibt das bei Heiratswilligen beliebte Standesamt. Für den Umbau des Weißen Hauses sind 800 000 Euro veranschlagt, davon sind nach erfolgreicher Umlenkung 350 000 Euro Fördermittel.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.07.2014
Ulrike Witt

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