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Markkleeberg Mutprobe auf dem Markkleeberger Weihnachtsmarkt
Region Markkleeberg Mutprobe auf dem Markkleeberger Weihnachtsmarkt
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07:00 19.12.2016
Kaltes Bad: Felix Tennhardt sprang als Erster auf dem Rathausplatz in den Zuber. Den Titel 1. Markkleeberger Pinguin holte sich später Dorothea Stüber. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

„Rund ums Eis“ hieß es am Wochenende bei der Premiere des Markkleeberger Weihnachtsmarktes auf dem Rathausplatz. Veranstalter Mario Braun setzte auf Sport, Spiel und Live-Musik – und das ließen sich die Markkleeberger nicht entgehen.

„Den Weihnachtsmarkt kompakt auf dem Rathausplatz auszurichten, ist eine nette Idee. Das Ambiente mit den Zelten sieht einladend aus“, meinte Renate Gabler. Mit Inge Steinmetzger wollte die Seniorin sich bei stimmungsvoller Adventsmusik, dargeboten vom Blasorchester der Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster“, „erst einmal einen, vielleicht auch zwei Glühwein gönnen“, wie die Frauen strahlend verrieten.

Nebenan waren alle Augen auf den Snowboard-Simulator gerichtet. Paul, zehn Jahre, stand ganz cool auf dem Gerät, das an Bullriding erinnert. Zwei Minuten später kämpfte er mit dem Gleichgewicht. „Kinder haben es einfacher. Die sind nicht so steif wie Erwachsene, die an ihre Bandscheiben denken müssen“, erklärte Tino Scholz von der DD Show- und Eventgroup aus Markranstädt, der an den Reglern stand.

Sportlich ging es auch beim Eisstockschießen zu. Statt Eis diente aus Kostengründen eine mit Strohballen gesicherte Curlingbahn als Untergrund. Dem Spaß tat das keinen Abbruch. Viele Besucher schauten neugierig zu: Die Schrubber zum Blankmachen erinnerten indes an (langweilige) Übertragungen vom Curling bei Olympischen Winterspielen.

Mut bewies am Samstagnachmittag bei eisigen Außentemperaturen Dorothea Stüber. Die 26-Jährige stieg im roten Bikini vor großem Publikum in einen Badezuber. Und erntete Applaus für so viel Körpereinsatz. Auf die Frage, was ihr mehr abverlangt habe, das kalte Wasser oder der Bikini-Auftritt, lachte die junge Frau: „Ganz klar der Bikini.“ Als Lohn gab es den Titel „1. Markkleeberger Pinguin“ und eine blaue Schärpe.

Vor Stüber war am Mittag bereits Felix Tennhardt vom Veranstalterteam als Tester ins Wasser gestiegen. Sein Vorteil: Die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg hatte das Wasser erst wenige Minuten vorher eingelassen. „Die Temperatur ist noch erträglich“, fand der 23-Jährige, der vorsorglich mit Pudelmütze abtauchte.

Zum Aufwärmen gab es für die „Eisbader“ anschließend Tee. Die meisten Besucher setzten allerdings lieber gleich auf Glühwein, die Kleinen auf Kinderpunsch, Zuckerwatte, kandierte und Schokoäpfel. Wer sich abkühlen wollte, das Wasser aber scheute, war in der Softeisbar richtig.

Veranstalter Braun zeigte sich begeistert: „Die Markkleeberger haben uns schon am Freitagabend überrannt.“ Er dankte allen ehrenamtlichen Helfern, Freunden und – ganz wichtig – seiner Frau Karen, „ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre das alles nicht möglich“.

Aber es gab auch Kritik. „Ich hätte mir einen niedlichen Weihnachtsmarkt gewünscht, wie es ihn vor ein paar Jahren mal in der Rathausstraße gab“, sagte Jana Kirscht, die mit ihren beiden Töchtern unterwegs war. Eisenbahn und Bastelecke für die Kinder seien zu wenig.

Von Ulrike Witt

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