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Markkleeberg Nabu gegen Kiesabbau bei Zitzschen
Region Markkleeberg Nabu gegen Kiesabbau bei Zitzschen
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13:54 19.05.2015

"Das Vorhaben widerspricht wesentlichen Zielen und Grundsätzen der Raumordnung", sagt Abteilungsleiter Recht, Joachim Schruth. Eine ausgewogene Entwicklung von Siedlungs- und Freiraumstrukturen, die Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts, ausgeglichene wirtschaftliche, soziale, ökologische und kulturelle Verhältnisse - dies alles werde gefährdet. Besonders kritisch sieht er die Vernichtung fruchtbarer Böden, insbesondere des im Regionalplan als Vorranggebiet Landwirtschaft eingeordneten Bewilligungsfeldes Großdalzig.

Problematisch sei auch die lange Laufzeit von 40 Jahren. "Mensch und Natur haben in der Region Jahrzehnte unter den Folgen des Braunkohleabbaus gelitten. Jetzt, wo durch Rekultivierung der Tagebaue eine völlig neue Seenlandschaft mit vielfältigen Erholungsmöglichkeiten entsteht, greift der geplante Kiesabbau massiv in Landschaft, Kultur, Fauna und Flora und die Lebensqualität der Menschen ein", so Schruth.

Nichtsdestotrotz sehe er keine Möglichkeit, den Kiesabbau im Rahmen des Raumordnungsverfahrens zu stoppen. "Unser vorsintflutliches Berggesetz hat bis heute keine Raumordnungsklausel. Deshalb konnte es 1995 auch passieren, dass ein Raumordnungsverfahren negativ beschieden, das Vorhaben später aber planfestgestellt wurde. In Rehbach sei dies nicht anders gelaufen.

Der freie Bürgermeisterkandidat Harald Redepenning kritisiert derweil die Stadt, die noch nicht einmal den Stadtrat über den Kiesabbau informiert habe. "Stattdessen ist im April eine Ausschusssitzung mangels Themen ausgefallen." Nun müsse mit immensen Kraftanstrengungen und Einbeziehung der Bürger noch versucht werden, eine Lösung zu finden. "Das hätte alles schon viel eher passieren müssen", so Redepenning.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.05.2015
Ulrike Witt

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