Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Nabu gegen Kiesabbau bei Zitzschen

Nabu gegen Kiesabbau bei Zitzschen

Der Nabu lehnt den bei Zitzschen auf 173 Hektar von der Mitteldeutschen Baustoffe GmbH geplanten Kiesabbau im Nassverfahren ab. Das geht aus der aktuellen Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren hervor.

Zwenkau. "Das Vorhaben widerspricht wesentlichen Zielen und Grundsätzen der Raumordnung", sagt Abteilungsleiter Recht, Joachim Schruth. Eine ausgewogene Entwicklung von Siedlungs- und Freiraumstrukturen, die Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts, ausgeglichene wirtschaftliche, soziale, ökologische und kulturelle Verhältnisse - dies alles werde gefährdet. Besonders kritisch sieht er die Vernichtung fruchtbarer Böden, insbesondere des im Regionalplan als Vorranggebiet Landwirtschaft eingeordneten Bewilligungsfeldes Großdalzig.

Problematisch sei auch die lange Laufzeit von 40 Jahren. "Mensch und Natur haben in der Region Jahrzehnte unter den Folgen des Braunkohleabbaus gelitten. Jetzt, wo durch Rekultivierung der Tagebaue eine völlig neue Seenlandschaft mit vielfältigen Erholungsmöglichkeiten entsteht, greift der geplante Kiesabbau massiv in Landschaft, Kultur, Fauna und Flora und die Lebensqualität der Menschen ein", so Schruth.

Nichtsdestotrotz sehe er keine Möglichkeit, den Kiesabbau im Rahmen des Raumordnungsverfahrens zu stoppen. "Unser vorsintflutliches Berggesetz hat bis heute keine Raumordnungsklausel. Deshalb konnte es 1995 auch passieren, dass ein Raumordnungsverfahren negativ beschieden, das Vorhaben später aber planfestgestellt wurde. In Rehbach sei dies nicht anders gelaufen.

Der freie Bürgermeisterkandidat Harald Redepenning kritisiert derweil die Stadt, die noch nicht einmal den Stadtrat über den Kiesabbau informiert habe. "Stattdessen ist im April eine Ausschusssitzung mangels Themen ausgefallen." Nun müsse mit immensen Kraftanstrengungen und Einbeziehung der Bürger noch versucht werden, eine Lösung zu finden. "Das hätte alles schon viel eher passieren müssen", so Redepenning.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.05.2015
Ulrike Witt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Markkleeberg
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

16.10.2017 - 21:25 Uhr

Kreisklasse-Primus SSV Stötteritz empfängt MoGoNo / Lok Engelsdorf muss zu Olympia Leipzig.

mehr