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Nach 15 Jahren Betrieb: Cospuden soll Auffrischungskur bekommen

Nach 15 Jahren Betrieb: Cospuden soll Auffrischungskur bekommen

15 Jahre nach seiner Inbetriebnahme soll der Cospudener See eine Auffrischungskur erhalten. Basis dafür soll eine Art gemeindeübergreifender Masterplan sein, den Leipzigs Amtsleiterin für Stadtgrün und Gewässer, Inge Kunath, noch vor ihrem Ausscheiden in diesem Frühjahr anschieben will.

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Neue Frische für den See nötig: Der Parkplatz am Nordstrand ist weitgehend verwaist, steht derzeit allen offen. Er soll im Frühjahr neu ausgeschrieben werden.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg/Leipzig. Die Schranken sind abgebaut, die Kassenautomaten verschwunden - offen für alle Kraftfahrer ist derzeit der riesige Parkplatz am Nordstrand. Die Stadt habe den Vertrag mit der Schweriner Parkplatzgesellschaft gelöst, bestätigte Kunath. Der Parkplatz werde zur kommenden Saison neu ausgeschrieben. Selbstverständlich werde dann auch der Shuttle zum Strand wieder inbegriffen sein, versprach sie. Der gehöre schließlich zum Gesamtkonzept des Sees.

Kunath muss es wissen. Maßgeblich unter ihrer Regie entstand nach der Wende der Freizeitpark Cospuden, zur Eröffnung im Jahr 2000 eines der Vorzeigeprojekte zur damaligen Expo. Nach 15 Jahren der Entwicklung rundherum müsse aber nun nocheinmal das Ganze neu betrachtet werden, findet sie. Vieles funktioniere ja wunderbar, manches nicht so gut, einiges komme demnächst hinzu wie etwa die Gewässerverbindung zum Zwenkauer See.

In einem neuen Gesamtkonzept zum See müssten denn auch die gewachsenen Strukturen rund um den See genauso betrachtet werden wie etwa die Verkehrsströme oder die Nahverkehrsanbindung. Die Bürgermeister von Markkleeberg und Zwenkau würden einbezogen in das Konzept, erklärt Kunath. Auf dessen neuer Grundlage könnten dann künftig ausstehende Einzelfragen wie etwa die Asphaltierung eines Reststückes an der Ecke Lauerscher Weg/Kelchsteinlinie für Skater genauso beantwortet werden wie die Zukunft der noch offenen zwei Baufenster am Nordstrand oder die Parkplätze für die Hazienda, wirbt sie für das neue Konzept. "Nach 15 Jahren braucht Cospuden mal neuen Schwung", meint sie. "Eine kleine Auffrischungskur."

Damit spricht sie See-Betreiber Christian Conrad aus der Seele. Ihn treiben aber eher ganz praktische Fragen um. "Wir bräuchten einen Parkplatzpächter, dem auch etwas liegt am Strandbetrieb", sagt er. In den letzten Jahren seien die Umsätze am Strand um fast 50 Prozent eingebrochen. Conrad schiebt die Schuld dafür auch auf die Schweriner Parkplatzgesellschaft. Die habe bei Veranstaltungen gerne mal die Automaten abgestellt und pauschal zehn Euro von jedem Parkgast verlangt, habe allzu häufig kein Wechselgeld im Automaten gehabt, die Gäste regelrecht abgezockt, es sei sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen, erzählt er. Die Stadt Leipzig hatte sich schließlich im Streit von der Firma getrennt, die Jahre zuvor bei einer Ausschreibung das meiste Geld geboten hatte.

"Wir bräuchten jetzt am besten einen einheitlichen Strand- und Parkplatzbetrieb", sagt Conrad aus dieser Erfahrung. Noch lieber wäre ihm, wenn die Stadt in diesem Jahr gar keine Parkgebühr für den Nordstrand verlange, "um wieder aufzuholen, was in den Jahren zuvor am Image kaputt ging", erklärt Conrad.

Das neue Konzept und die versprochene Frischzellenkur für Cospuden begrüße er. Er hoffe, damit dann auch eine Möglichkeit für Parkplätze unmittelbar an der Hazienda zu bekommen. Die seien unbedingt nötig, um das Haus nicht nur in der Saison, sondern durchgehend nutzen zu können, wie es ja auch Leipzig wolle. Er wünsche sich daher vor allem ein Konzept, das auch in nächster Zeit umsetzbar sei, so Conrad.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.01.2015
Jörg ter Vehn

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