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Markkleeberg Nach Orkan Niklas: Turmbekrönung muss runter
Region Markkleeberg Nach Orkan Niklas: Turmbekrönung muss runter
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14:19 01.07.2016
Gesichert: Lothar Drummer (links) und Peter Westendorf begutachten Wetterfahne und Kugel. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Beim Blick auf den Turm der Martin-Luther-Kirche traute diese Woche so mancher Markkleeberger seinen Augen nicht. In schwindelerregender Höhe kletterten zwei Männer und ließen Stunden später an Seilen die Turmbekrönung herunter.

„Sturm Niklas hat am 31. März 2015 ganze Arbeit geleistet und die Wetterfahne beschädigt. Die obere Spitze war komplett abgebrochen“, erklärt Lothar Drummer, Chef der Firma TSP Spezialbau aus Vorpommern. Die war von der Versicherung mit der Bergung der Wetterfahne beauftragt worden. Hoch oben stellte sich indes heraus, dass die Lanze locker ist.

„Es war höchste Zeit für die Sicherung. Beim nächsten Sturm hätte die ganze Bekrönung mit Wetterfahne, Lanze und Kugel abstürzen können und immensen Schaden am Dach oder noch Schlimmeres anrichten können“, sagt Drummer. Als der Fachmann die beschädigten Teile unten eingehend betrachtete, war ihm klar: „Mit einer Reparatur der Wetterfahne, ist es nicht getan“. Vielmehr müsse eine Neue, ganz aus Kupfer gefertigt werden. An der jetzigen, weitgehend aus Eisen bestehenden, nagt der Rost.

„Das wird allerdings bei der Größe aufwendig und vor allem teuer für die Kirchgemeinde“, weiß Drummer. Außerdem müsse eine neue Lanze aus Edelstahl gebaut und die Kugel an deren Durchmesser angepasst werden. Wie die Wetterfahne aussehen könnte, weiß er schon: „Schauen Sie, im Vorraum der Kirche hängt eine alte als Ausstellungsstück, die ist handwerklich wunderbar gemacht.“

Für die Gemeinde sind das schlechte Nachrichten. Hatte die doch in den letzten zehn Jahren schon die Restaurierung des Altars und die neue Fischer-und-Krämer-Orgel für die 1717 von David Schatz errichtete Barockkirche getragen. Jetzt sollte eigentlich alle Kraft in die Fahrradkirche Zöbigker gesteckt werden. „Wir werden wohl wieder um Spenden bitten müssen. Jetzt warten wir aber erst einmal, was die Versicherung sagt“, so Beate Strohmann vom Pfarramt.

Von Ulrike Witt

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