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Markkleeberg Nachbarn müssen für gegenseitige Hilfe nicht zahlen
Region Markkleeberg Nachbarn müssen für gegenseitige Hilfe nicht zahlen
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14:16 19.05.2015
Arno Jesse, Thomas Hagenow, Volker Zocher, Gabriela Lantzsch und Jürgen Kretschel (v.l.) unterschreiben die Löschhilfevereinbarung. Quelle: André Kempner

Sie regelt im Wesentlichen, dass sich die Gemeinden nicht gegenseitig die Einsätze in Rechnung stellen, wenn ihre Wehren im Nachbarort aushelfen.

Die Idee sei ihm gekommen, als bei einem Großschadensereignis in Naunhof auf einem ehemaligen Kasernengelände Kameraden aus 15 Wehren helfen mussten, so Naunhofs Stadtchef Volker Zocher. Üblicherweise hätten danach alle 15 betroffenen Bürgermeister ihm eine Rechnung schicken können für den Einsatz. 30 000 Euro wären dabei fällig geworden, hat er errechnet.

Arno Jesse, Stadtchef in Beucha/Brandis: "Wir haben mal die Zahlen ermittelt. In einem Jahr haben wir Naunhof 1200 Euro in Rechnung gestellt, im nächsten sollten wir der Stadt 1100 Euro zahlen. Im Saldo gleicht sich das also alles wieder aus", meinte er. Am Ende könne man sich den Aufwand sparen. "Jeder trägt doch das gleiche Risiko, jeder hat Schwerpunkte, wo es brennen kann", sah auch Zocher eine ausgleichende Wirkung.

Für die Kommunen habe die Vereinbarung noch weitere Vorteile, ergänzte Jürgen Kretschel, Bürgermeister in Parthenstein. So sei es nun leichter möglich, auch die Technik einzusetzen, die nicht jede Wehr vorhalte. Als Beispiel nannte er Rettungsgeräte wie Schere und Spreizer oder eine Drehleiter. Über letztere verfügen von den fünf Orten nur Naunhof und Beucha/Brandis. Bei kleinen Einsätzen gebe es nun mehr Spielraum, so Kretschel. Bei Großeinsätzen wie Wohnungsbränden werden Drehleitern automatisch von der Leitstelle alarmiert.

Der Vertrag gelte unbegrenzt, so Lantzsch. Geplant sei, nach Ablauf von drei Jahren die Bedingungen zu überprüfen. Sie sieht in der Vereinbarung einen weiteren Punkt der Themen abgearbeitet, die die Nachbarkommunen zusammen erledigen sollten. Zocher hingegen bat darum, vor weiteren Aktionen abzuwarten, was beim Verfahren zur Ausgliederung von Belgershain aus dem gemeinsamen Verband mit Parthenstein und Naunhof herauskommt. Wie berichtet, lehnt der Kreis das Zusammengehen von Belgershain mit Großpösna ab. Beide Orte haben aber Widerspruch eingelegt.

Helfen will Zocher trotzdem. Zum Störmthaler Seefest hatte Lantzsch um ein Tanklöschfahrzeug gebeten, weil die drei Großpösnaer bereits mit anderen Aufgaben verplant sind, der Kreis ein viertes wünscht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.04.2014
Jörg ter Vehn

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