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Markkleeberg Narren sicher: 2052 startet erste Rakete von Zitzschen ins Weltall
Region Markkleeberg Narren sicher: 2052 startet erste Rakete von Zitzschen ins Weltall
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08:00 15.02.2016
Verdienten sich die erste Zugabe des Abends: Die zuckersüßen „ZiTaZus“, die Zitzscherner Tanzmäuse. Im Saal wurde nach ganz eigenen Regeln Fasching gefeiert. Quelle: Kempner
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Zwenkau

Am Aschermittwoch ist normalerweise alles vorbei, ziehen sich die Narren bis zum 11.11. zurück – nicht so in Zitzschen. Hier starten die Karnevalisten traditionell erst mal so richtig durch, nachdem sie im eigentlichen Fasching in Pegau, Kitzen und Werben mitgemischt haben. Bis Ende Februar wird die fünfte Jahreszeit mit der „Faschingsnachlese“ verlängert. Am Samstag fand die erste von vier Veranstaltungen unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ im Saal statt.

„Die Generalprobe war so chaotisch, da kann die Premiere nur gelingen“, meinte die Vorsitzende des Heimatvereins, Carmen Diecke. Unter dem Vereinsdach haben sich die Karnevalisten vor Jahren gefunden. Nachwuchssorgen, wie in Zwenkau, gibt es nicht. Die meisten der 60 Akteure sind junge Leute. „Und die halten großartig zusammen, stellen was richtig Tolles auf die Beine“, freute sich Diecke. Weil sie Spaß am Verkleiden, Tanzen und Spielen haben - und keine Angst vor Neuem.

Ist die klassische Garde anderswo eine reine Frauentruppe, zeigten in Zitzschen auch Männer Bein. Die erste Zugabe verdienten sich allerdings die Zitzschener Tanzmäuse, genannt „ZiTaZus“. Auch die acht kleinen Prinzessinnen haben unter ihrer neuen Trainerin Sandra Zimmermann männliche Verstärkung bekommen – zwei Prinzen drei und vier Jahre alt.

An die Flüchtlingskrise wagten sich „Die Taktlosen“. Sie thematisierten in einer Art Mentaltraining auf einem Schlauchboot zwischen „Riesenwellen“ den politischen Zickzack-Kurs der Parteien, die Ängste der Bürger und den medialen Umgang. Da kam der Fotograf der „Axel Spinner“-Presse mal eben am Zwenkauer See vorbei, weil er den Untergang festhalten wollte, gestand selbstkritisch eine Frau aber auch, dass ihr die Macher vom Aktionsbündnis „Zwenkau ist bunt“ angesichts solcher Hilfsbereitschaft ein schlechtes Gewissen bereiten.

Dass Männerballett jenseits von Tutus witzig sein kann, bewies die Herrenriege mit ihrer Berufsvorstellung. Polizist, Mönch und Co. schlugen so gekonnt um sich, dass keiner ein blaues Auge davontrug und das Publikum tobte. Lässig kamen die „Helden in Strumpfhosen“ daher, die sich erst unter der Dusche, dann im Badetuch räkelten und zu Grönemeyers „Männer“ Frauenherzen eroberten. Andersrum gelang das den „Tanzperlen“ mit „Raining Men“ und natürlich auch den verführerischen „Funny Bunnys“.

Höhepunkt des Abends war aber ganz sicher der „Space“-Tanz der Murock’S. Der Auftritt, die Choreografie super sexy, super cool. Die jungen Männer in Dunkelblau mit Helm und Spiegelsonnenbrille, die Frauen in Glitzerkleidchen und Leuchthandschuhen. Dazu verkündete das Moderatoren-Duo Susi und Sebastian, dass 2052 die erste bemannte Rakete von Zitzschen aus ins Weltall starten wird. Am Samstag schien einfach alles möglich.

Von Ulrike Witt

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