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Naturexperte will Schutz für Feldlache

Naturexperte will Schutz für Feldlache

Zwenkau/Böhlen. Den größten Teil des Jahres lag es verborgen, geschützt durch ein Weizenfeld ringsum. Seit der Ernte vor einigen Tagen ist das vor ein paar Jahren erst entstandene Biotop zwischen B 2 und Neuer Harth jedoch einsehbar - ein schützenswertes Biotop, wie Naturexperte Harald Krug meint.

Was nebenan den Förstern schwer zu schaffen macht und ihre noch jungen, aufgeforsteten Bäume in der Neuen Harth reihenweise absterben lässt, ist auf der Kippenflur nahe Großdeuben ein Segen - zumindest für seltene Vogelarten.

Auf dem nach dem Tagebau aufgeschütteten Ackerboden haben sich in lehmigen Senken allein durch Niederschläge und aufsteigendes Wasser drei kleine Seen gebildet. Der größte umfasst fast fünf Hektar Fläche. Und ist ein El Dorado für Schwäne, Enten und Kröten.

Naturschützer Harald Krug, in der Tagebaufolgelandschaft immer auf der Suche nach vom Aussterben bedrohten Arten, hat in der Feldflur gleich eine ganze Reihe davon ausgemacht: "Feldlerche, Schafstelze, Flussregenpfeifer, ein Pärchen Schwarzhalstaucher und die seltenen Zwergtaucher sind hier zu beobachten", erzählt er.

Einige Arten hätten an dem Teich mitten im Weizenfeld auch gebrütet: "Sechs Paare Kiebitze habe ich in diesem Jahr gezählt", so der anerkannte Vogelexperte, der auch für die Mibrag in den Tagebauen die Naturbeobachtungen durchführt und dem Bergbauunternehmen beim Spagat zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutz hilft.

"Abends im Sommer konnte man hier das Trillern der Wechselkröten hören", schwärmt er von der unfreiwillig und von der Natur eroberten Nassfläche mitten auf dem Acker. Aber auch Erdkröten gebe es in dem Biotop.

Er kenne das Idyll seit fünf Jahren und beobachte regelmäßig das Brüten seltener Vögel, erklärt Krug. Grund genug, für ihn jetzt aktiv zu werden. "Ich werde beantragen, das Areal als Flächendenkmal unter Schutz zu stellen", erklärt er. Ob Kreis und Landesdirektion seinem Vorschlag folgen, ist allerdings noch offen. Jörg ter Vehn

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.09.2013

Jörg ter Vehn

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