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Markkleeberg Neue Bahnhaltepunkte in Markkleeberg nehmen Gestalt an
Region Markkleeberg Neue Bahnhaltepunkte in Markkleeberg nehmen Gestalt an
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16:56 19.05.2015
Schicker als bahnüblich sind die Fahrstühle dank Architektenwettbewerb: Am neuen Haltepunkt Nord werden die Scheiben eingesetzt. Quelle: André Kempner

Der Brückenbau ist weitgehend abgeschlossen. Jetzt sind die drei Haltepunkte Markkleeberg-Nord, Markkleeberg und Großstädteln sowie die Gleisanlagen samt Lärmschutzwänden an der Reihe.

Wer durch die Breitscheidstraße läuft, kann es nicht mehr übersehen: Der neue Haltepunkt Markkleeberg-Nord nimmt Gestalt an. Der Zugang zum noch leeren Fahrstuhlschacht ist bereits verglast, am Ausgang auf dem Bahnsteig sind die Fachleute gerade dabei die Scheiben einzusetzen. "In den nächsten Tagen werden auch die Treppenbauer anrücken", erklärt Stefan Ebersbach von der DB-Projektbau.

Die erste S-Bahn soll Mitte Dezember nach Inbetriebnahme des City-Tunnels an der Breitscheidstraße halten. "Etwa zwei Monate vorher werden wir den tageweisen Probebetrieb starten", so Ebersbach. Bis dahin müssen die beiden westlichen, dem Personenverkehr vorbehaltenen Gleise noch mit Schotter verfüllt und gestopft werden. "Das wird im Juli/August noch mal laut, aber nur tagsüber. Nachtarbeit wird es nicht geben", sagt Ebersbach.

Von Ende Juli bis Anfang September kommen die Lärmschutzwände in die vorgefertigten Pfosten. Im Brückenbereich, wie überall in Markkleeberg, werden die Wände transparent sein, ansonsten gemäß dem mit der Stadt abgestimmten Farbkonzept grün und beige, erläutert Ebersbach. "In Zukunft wird es das bei anderen innerstädtischen Bahnprojekten aus schallschutztechnischen Gründen nicht mehr geben", fügt er hinzu.

In der Rathausstraße ist die Bahn schon ein Stück weiter. Die Fahrstuhlhülle - auch die sei in Markkleeberg etwas eleganter und Ergebnis eines vor Jahren durchgeführten Architektenwettbewerbs - komplett, die Treppenstufen kurz vor der Fertigstellung. Im Unterschied zur Breitscheidstraße befinden sich beide Zugänge auf der südlichen Seite, direkt nebeneinander. Um die Ecke fehlt an der Brücke noch ein Stück Natursteinverblendung. Aber nicht mehr lange, wie Ebersbach versichert. Noch geraume Zeit müssen sich derweil Autofahrer und Passanten auf Einschränkungen in der Rathausstraße einstellen. Noch werden Gehwege und zum Teil auch Nachbargrundstücke als Zufahrten benötigt. "Wir werden alles ordentlich übergeben, die Fußwege zum Beispiel asphaltieren", verspricht Ebersbach.

Weiter geht es nach Großstädteln: Der Bahnsteig ist noch im Bau. Anders als in Markkleeberg werden keine Fertigteile verwendet, sondern wird konventionell Stein für Stein gesetzt. Über dem Fahrstuhlschacht liegt ein Stahlbetondeckel. Denn erst in zwei Jahren, nach der Prüfung der Fahrgastzahlen, wolle die Bahn entscheiden, ob der barrierefreie Zugang nachgerüstet wird, sagt Projektleiter Ebersbach.

Sorgen bereitet ihm in Großstädteln etwas anderes: "Schauen Sie sich die Graffiti an den Lärmschutzwänden an. Keinen Meter entfernt fahren die Zuge in Richtung Waldbahntrasse mit bis zu 80 Stundenkilometern vorbei. Die Sprayer sind sich offensichtlich nicht der Gefahr bewusst."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.05.2013

Ulrike Witt

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