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Markkleeberg Neue Betreibergesellschaft setzt auf Klasse statt Masse
Region Markkleeberg Neue Betreibergesellschaft setzt auf Klasse statt Masse
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07:00 09.03.2016
Das Hafenhaus – Bauherr ist die SSZ – wächst. Im September soll das Objekt übergeben, im Erdgeschoss das Touristkontor eröffnet werden. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Zwei Monate vor Saisonstart hat die See- und Hafenbetreibergesellschaft Zwenkau mbH die Arbeit aufgenommen. Am Steuer sitzt die Sächsische Seebad Zwenkau (SSZ), die 74,9 Prozent hält und Geschäftsführer Andreas Schmidt stellt. Zweiter „Mann“ an Bord ist mit 25,1 Prozent die Stadt.

„Die Gesellschaft ist die logische Konsequenz unserer Zusammenarbeit. SSZ und Stadt haben den Standort über viele Jahre gemeinsam vorbereitet und werden ihn weiter entwickeln und betreiben“, erklärt Schmidt. Beide Partner hätten sich frühzeitig und gegen alle Widerstände dazu bekannt, den See für Motorboote zu öffnen, mit dem Zweckverband Neue Harth, dessen Vorsitzender Bürgermeister Holger Schulz (CDU) ist, den Masterplan erarbeitet und schließlich zur See-Eröffnung im vergangenen Jahr die Mastergenehmigung durchgefochten.

Die Gesellschaft setze auf drei Bausteine, so Schmidt. Der erste: das Tourist- oder Hafenkontor. Noch ist es beengt im SSZ-Container untergebracht. Im September werde Chefin Katja Wesser mit ihrem Team in das im Bau befindliche Hafenhaus umziehen. „Das Erdgeschoss wird Anlaufpunkt für alle touristischen Belange am See“, kündigt Schmidt an. Egal ob Tickets für die MS „Santa Barbara“, die Verlängerung von Liegeplätzen, Schlüssel für Ferienwohnungen oder Souvenirs – alles sei ganzjährig zu haben.

Zweiter Baustein der Gesellschaft sei der Stadthafen, die Unterhaltung der Infrastruktur, die Verwaltung der insgesamt 260 Bootsliegeplätze. Mit Fernando Borja sitzt ein erfahrener Mann im Hafenmeisterbüro. Der gebürtige Chilene war Mitglied der Segel-Olympiamannschaft, er habe nun das größte Segelrevier im Neuseenland vor der Tür, so Schmidt.

Die Vermarktung des Standortes ist der dritte Baustein, die Weiterentwicklung und Koordination von Angeboten und Veranstaltungen rund um den See soll strikt in einer Hand liegen. „Die Betreibergesellschaft wird die Organisation des Hafenfestes übernehmen“, so Schmidt. Das nächste steigt am 7./8. Mai und soll, anders als in den Vorjahren, speziell auf Wassersportler zugeschnitten sein. „Wir wollen keinen Massenauflauf mit Würstchenbuden, sondern Klasse statt Masse“, betont er.

Vom Hafen aus soll der Standort weiter wachsen: dieses Jahr um den Nordanleger, perspektivisch die Anleger am Zechwitzer Weg und den Aussichtspunkten Eythra und Zitzschen sowie der Strand am Kaiserweg hinzukommen. Außerdem stehe die Entwicklung des Nordufers an, böten der Seerundweg und freie Flächen jede Menge touristisches Potenzial. Spannend sei auch die seeübergreifende Entwicklung über den Harthkanal. Hier sei die Politik gefragt, die mit der Erklärung der Schiffbarkeit die Voraussetzung für ein höchst attraktives Wassersportrevier schaffen müsse, so der Geschäftsführer.

Mittler zur Politik ist die Stadt. „Mit Holger Schulz haben wir einen verlässlichen Partner“, ist Schmidt überzeugt. Wie in einer Ehe gelte „in guten wie in schlechten Tagen“. Dürften, wie im Juni 2015, keine Boote fahren, sei die Stadt an den fehlenden Einnahmen „beteiligt“. Gleiches gelte für ausbleibende Stellplatzmieten im Technischen Hafen solange die Parkplätze an der Promenade kostenfrei sind. „Über die Gesellschaft wird sichergestellt, dass die Steuergelder, die in die Erschließung geflossen sind, adäquat genutzt werden“, so Schmidt.

Von Ulrike Witt

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