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Neue Harth: Stauwasser lässt Bäume eingehen

Neue Harth: Stauwasser lässt Bäume eingehen

Markkleeberg/Großpösna. Kippenboden mit Neuanpflanzungen auf der Neuen Harth, langjährig gewachsene Bestände auf gutem Boden im Oberholz: Unterschiedlicher kann Wald kaum sein, für dessen Bewirtschaftung diese Woche mit der Abschlussverhandlung der Forsteinrichtung quasi der Betriebsplan für die nächsten zehn Jahre auf den Weg gebracht wurde.

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Nicht mehr zu retten: Etliche Hektar aufgeforsteter Kiefernwald sterben derzeit in der Neuen Harth ab. Grund ist laut Forstbezirk so genannte Staunässe, die sich auf dem lehmhaltigen Kippenboden sammelt und wegen fehlender Drainage nicht abläuft.

Quelle: Jörg ter Vehn

Andreas Padberg, Leiter des zuständigen Forstbezirkes Leipzig, hatte zu dem Anlass die beteiligten Partner an mehrere Waldstellen rund um Leipzig geführt. In der Neuen Harth versammelten sich so fast 50 Forstexperten an einem traurigen Ort: Dort wo große Bestände der früheren Kieferanpflanzung wegen Staunässe wieder eingegangen sind und nebenan hochgewachsene Pappeln in Bälde gefällt werden sollen, bevor sie von selber umfallen, beratschlagten die Waldfachleute, was getan werden kann.

Das Problem sei der Kippenboden, bei dem Lehmschichten oben abgelagert wurden, aber keine Drainage angelegt wurde, resümierte Padberg. Dadurch sammle sich Oberflächenwasser, setzte ganze Bereich unter Wasser. So kommt es, dass in der Neuen Harth an mehreren Stellen schon Röhricht mitten im Wald wächst. Zwischen fünf und sieben Prozent der Fläche sei schon nicht mehr Wald. Mit der LMBV als Tagebausanierer sei noch keine Lösung gefunden worden, so Padberg.

Zusätzlich seien die früheren Schüttrippen nur glatt geschoben worden. Dadurch gebe es wellenartig ausgebreitet verschiedene Bereiche. Wo früher der Berg einer Rippe war, sei der Boden durch die Lagerung deutlich stärker verdichtet, als in den früheren Tälern. „Aber durch die harten Lehmschichten kommt auch die starke Eiche mit ihren Wurzeln nicht durch“, so Padberg. Ergebnis: Die angepflanzten Eichen würden nur langsam wachsen – wenn überhaupt. Die Experten kamen überein, diese Abschnitte nur noch extensiv zu bewirtschaften, lediglich die Ausbreitung von Birke, Aspe und Erlen zu fördern.

Ganz anders im Oberholz. Dort besuchten die Fachleute zum Beispiel einen extrem wüchsigen Bereich im Süden. „Dort geht es darum, wie wir mit dem gezielten Umbau mehr gewünschte Baumarten wie die Eiche dort ansiedeln können“, erläuterte der Forstbezirksleiter.

Insgesamt umfasst der Landeswald zwischen Schkeuditz und Nossen rund 13 000 Hektar. Seit der letzten Forsteinrichtung vor zehn Jahren sei es gelungen, den Anteil der Eichen von 24 auf 27,1 Prozent zu erhöhen, den der standortuntypischen Fichten um drei und der Kiefer um gut zweieinhalb Prozent zu senken, erklärte Padberg.

Dabei nehme der Holzvorrat auf den Flächen dennoch zu. In der aktuellen Forsteinrichtung ist er mit durchschnittlich 251 Festmetern je Hektar notiert. Er wächst insgesamt um rund 27 000 Vorratsfestmeter pro Jahr, obwohl 58 900 Festmeter, umgerechnet etwa 2300 Lastwagenladungen, jährlich entnommen werden, so Padberg.

Rund 870 Hektar Wald sollen im Bezirk in den nächsten zehn Jahren verjüngt werden. Die Eiche nimmt mit 54 Prozent der anzupflanzenden Arten den größten Teil ein. Rund 1,2 Millionen Euro gebe der Forstbezirk jährlich für Umbau und Verjüngung aus, etwa die Hälfte komme durch betriebliche Einnahmen wie den Holzverkauf wieder herein.

Jörg ter Vehn

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