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Neue Kita in Gaschwitz: 21 Monate von der Idee bis zur Einweihung

Kinderbetreuung Neue Kita in Gaschwitz: 21 Monate von der Idee bis zur Einweihung

Im Stadtteil Gaschwitz ist am Mittwoch eine neue Kindertagesstätte mit 132 Plätzen übergeben worden. Bauherr war die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg (WBG), Mieter ist die Stadt, Träger die Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental.

Haben gut lachen: Karsten Schütze, Philipp Staude, Katja Hildebrandt, Kerstin Haase und Ute Sossna von der Volkssolidarität (v.l.) in einem Spielzimmer.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Im Stadtteil Gaschwitz ist am Mittwoch eine neue Kindertagesstätte mit 132 Plätzen übergeben worden. Bauherr war die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg (WBG), Mieter ist die Stadt, Träger die Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental.

„Wir haben gerade mal 21 Monate von der Idee bis zur Einweihung gebraucht, das ist richtig gut. Dass ich die Eröffnung noch in meinen letzten Tagen als Geschäftsführer der WBG erleben darf, freut mich besonders“, erklärte Philipp Staude. Der ehemalige Bürgermeister erinnerte an die Situation vor reichlich zwei Jahren: „Damals wurden wir im Rathaus von der Nachfrage nach Krippenplätzen regelrecht überrollt.“ Baue eine Stadt eine Kita, brauche es bis zur Fertigstellung aufgrund der langen Antragsfristen für Fördermittel und aufwendiger Ausschreibungsverfahren mindestens drei Jahre, machte er deutlich.

„Klar war, mit einem Privaten geht es schneller. Aber das ist auch eine Gratwanderung, wie wir an der Kritik des sächsischen Rechnungshofes an der Leipziger Praxis vergangene Woche gesehen haben“, so Staude. Private wollten eben immer Geld verdienen. Dass die Stadt am Ende mehr Miete zahle, als wenn sie selbst bauen würde, sei eine logische Folge. „In Markkleeberg ist die Stadt deshalb bewusst einen anderen Weg gegangen, hat mit der WBG auf unechtes privates Kapital gesetzt. Wir können am untersten Rand der Rentabilitätsschwelle agieren“, so der WBG-Chef.

Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) meinte: „Wir hatten einen enormen Druck Krippenplätze zu schaffen. Hätten wir nicht gehandelt, die Kita in Gaschwitz und das Interim in der Raschwitzer Straße nicht gebaut, würden jetzt 100 Plätze fehlen.“ Das Markkleeberger Modell sei ein gutes für den städtischen Haushalt, dies könne der Rechnungshof gern prüfen.

„Wir haben Neuland betreten. Dazu gehörte Mut. Uns ist viel Skepsis entgegengeschlagen – auch wegen des schmalen Grundstücks“, räumte Schütze ein. Das Ergebnis könne sich baulich und finanziell sehen lassen. „Die Baukosten wurden mit 2,4 Millionen Euro eingehalten. Rund 18 000 Euro pro Platz sind ein Spitzenwert“, ließ Staude Zahlen sprechen. Der Bauherr dankte der Stadtbild als Projektsteuerer, dem Ingenieurbüro Stamm als Generalplaner und der WGB-Bauleiterin Kerstin Haase: „Zuverlässig und erfahren trifft hier voll zu. So könnten wir das auch noch mal machen.“

In Betrieb geht die Kita erst am 2. Januar. Während die 43 Krippenplätze längst vergeben sind, können größere Kinder noch aufgenommen werden.

Von Ulrike Witt

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Markkleeberg Hauptstraße 284
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