Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Neue Leipziger Schule im Weißen Haus in Markkleeberg
Region Markkleeberg Neue Leipziger Schule im Weißen Haus in Markkleeberg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 09.04.2016
Kunstsammler trifft Künstlerpaar: Elke März, Bodo Pientka, Rosa Loy und Neo Rauch (von links) kommen bei der Vernissage im Weißen Haus in Markkleeberg ins Gespräch. Quelle: Armin Kühne
Anzeige
Markkleeberg

Das Weiße Haus im Agra Park entwickelt sich nach der Sanierung zum Tempel der Hochkultur. Zum ersten Mal sind dort jetzt Werke aus der Sammlung „VNG art“ außerhalb Leipzigs zu sehen. In den Salons in der ersten Etage hängen 24 Arbeiten der Neuen Leipziger Schule. Auf der Vernissage am Donnerstagabend trafen sich Prominente aus Wirtschaft, Politik und Kultur, so die Maler Neo Rauch, Rosa Loy und Rainer Schade, Kunstsammler Bodo Pientka, Polizeipräsident Bernd Merbitz und Oberbürgermeister Karsten Schütze.

„Wir verstehen viel von Gasgeschäften, wenig von Kunst. Vor 25 Jahren haben wir uns aber Gedanken gemacht, wie wir die Region in Zeiten des Umbruchs unterstützen können. Mit dem Ankauf von Werken junger Künstler ist uns das gelungen“, erklärte Bodo Rodestock, Vorstand Finanzen/Personal der Verbundnetz Gas AG (VNG), die Anfänge der Sammlung. Inzwischen sei daraus ein Kunstschatz geworden, der nicht versteckt werde, sondern in der VNG-Zentrale in Leipzig in den Büros hänge.

Kunstwissenschaftlerin Christine Rink, die seit 1992 den Aufbau der Sammlung als Kuratorin begleitet, berichtete von den ersten Jahren, als das Budget für Kunstkäufe schmal war und es bei der VNG weder ansprechende Präsentations- noch Lagermöglichkeiten gab. Aber den unbedingten Willen, die mit zwei Kunsthochschulen in Leipzig und Halle an künstlerischem Nachwuchs reiche Region zu fördern. Aus diesen ersten Jahren stamme der andere Teil der Sammlung - Fotografien und Zeichnungen. Ihr Mann, Professor Arno Rink, der damals die größte Fachklasse für Malerei und Grafik an der HGB betreut hat, habe sie dann beim Ankauf von Gemälden fachlich beraten.

„In den Neunzigerjahren gab es den Hype um die Neue Leipziger Schule noch nicht. Insofern dokumentiert die Sammlung das Zeitfenster zwischen alter und Neuer Leipziger Schule sehr eindrucksvoll“, betonte Rink. Typisch für die inzwischen weltweit bekannte Neue Leipziger Schule seien große stilistische und künstlerische Unterschiede, aber auch die exzellente Ausführung und hohe Qualität der Bildsprache. Dafür stünden Namen wie Neo Rauch, David Schnell, Miriam Vlaming, Katrin Heichel, Petra Ottkowski und Stefan Stößel, deren Werke jetzt in Markkleeberg zu sehen sind.

Hausherr Schütze dankte ausdrücklich Bodo Pientka. Dem Kunstfreund und VNG-Mitarbeiter sei es zu verdanken, dass die „VNG art“ erstmals über die Stadtgrenzen Leipzigs hinaus auf Reisen gegangen ist. „Was hier im Weißen Haus bis zum 10. Juli gezeigt wird, ist wirklich sensationell“, meinte der OBM angelehnt an den Werbeslogan der Großen Kreisstadt „Se(e)nsationell“. VNG-Vorstand Rodestock, ebenfalls in Markkleeberg zu Hause, gab das Lob zurück: „Ich freue mich, dass ich heute erstmals diese wunderbaren Räume genießen kann.“

Von Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eine Jugendbande soll seit vergangenem Oktober Markkleeberg unsicher gemacht haben. Jetzt hatten die Ermittler Erfolg: Der 24-jährige Kopf der Gruppe wurde verhaftet, seine Komplizen wurden verhört.

08.04.2016

Die Polizei hat ein in Markkleeberg gestohlenes Fahrzeug in Polen sichergestellt. Die Beamten entdeckten das Auto ohne Räder in einem Straßengraben. Die Besitzerin hatte den Diebstahl zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bemerkt.

08.04.2016

Nicht Alltag bei den Energieversorgern, aber immer wieder ein Ärgernis für alle Kunden: Ein Bagger beißt in ein Stromkabel – Kurzschluss und Stromausfall sind die Folge. Rund ein Drittel aller Störungen im Netz gehen laut EnviaM auf ein solches Fremdverschulden zurück.

08.04.2016
Anzeige