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Neue Markkleeberger Orgelwird am 2. November geweiht

Neue Markkleeberger Orgelwird am 2. November geweiht

Wie sieht die neue Orgel aus und wie klingt sie? Das wollten gestern mehr als 50 Markkleeberger bei der Orgelführung im Rahmen des Tags des offenen Denkmals in der Martin-Luther-Kirche wissen.

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Während der Orgelführung stellt Kantor Frank Zimpel (Zweiter von links) den Besucher in der Martin-Luther-Kirche in Markkleeberg das Instrument vor.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Wie berichtet, arbeitet die Firma Fischer und Krämer aus dem baden-württembergischen Endingen seit Juni an dem Instrument.

"Die Orgel ist fast fertig, 70 Prozent der Pfeifen sind eingebaut", erklärte Kantor Frank Zimpel den Besuchern, darunter Alt-Oberbürgermeister Bernd Klose und Professor Martin Kürschner von der Musikhochschule Leipzig. Jetzt fehle nur noch das Schwellwerk und die Intonation. "Die Pfeifen zum Klingen zu bringen, ist aber eigentlich das schwerste", so Zimpel. Während das Principal gestern schon volle warme Töne erzeugte, klang das Hornett laut Zimpel noch "wie eine Chorprobe auf dem Land".

Neu ist an der Orgel bis auf ein Pedalregister und den Prospekt, der 1979 von der dem Tagebau geopferten Magdeborner Kirche übernommen wurde, beinah alles. "Die Pfeifen bitte nicht anfassen, die Fingerabdrücke bekommen wir in 100 Jahren nicht weg", sagte Zimpel lachend.

Die Neue verfügt neben 29 Registern, drei Koppeln und einem Cympelstern über hochmoderne Midi-Technik. Die macht sowohl das Aufzeichnen und die Wiedergabe von Stücken als auch das Anspielen der Orgel per Keyboard oder Computer vom Altarraum aus möglich. "Das ist eine große Sache, die es so in keiner anderen Kirche der Region gibt", schwärmte Zimpel, und fügte schmunzelnd hinzu: "Die Technik macht heutzutage selbst Kantoren ersetzbar."

In den nächsten sechs Wochen haben die Orgelbauer Ulrich Bücking und Ralf Rodenbach noch ordentlich zu tun. Denn am 2. November soll Orgelweihe sein. Dann wird das eine halbe Million Euro teure Instrument erstmals in ganzer Pracht zu hören sein. Ulrike Witt

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.09.2014
Ulrike Witt

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