Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Neue alte Pleißenbrücke schwebt ein
Region Markkleeberg Neue alte Pleißenbrücke schwebt ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:21 19.05.2015
Aus 15 tonnenschweren Einzelteilen besteht der neue Überbau der Gaschwitzer Pleißebrücke. Bis heute werden die Teile per Autokran eingehoben und montiert. Im Rahmen der Bergbausanierung soll dann im nächsten Jahr mit einem Brückenbauwerk über die B2 Richtung Markkleeberger See begonnen werden. Quelle: André Kempner

Am Flughafen drängeln sich bei schönem Wetter Airport-Spotter, um ihre Luftfahrtlieblinge abzulichten. An der Pleiße stand gestern Lothar Hammer aus Gohlis. Sein Hobby: Autokran-Spotter. "Ich hab bestimmt 10 000 bis 15 000 verschiedene Kranbilder auf meinem Rechner", erzählte er stolz. Übers Internet sei er auf den Termin an der Pleiße gestoßen. "Das ist ein Demag AC 500, ein älteres Modell", erzählte der 63-Jährige mit Kennerblick.

Benötigt wird das Ungetüm, das bis zu 500 Tonnen heben kann, um die 15 Einzelteile der Brücke zum Teil halb über den Fluss einzuheben. Gestern sollten die ersten zehn Teile zwei offene Brückenbaufelder schließen, heute folgen weitere fünf im dritten Teil. Anschließend werde das Ganze noch vergossen, hieß es auf der Baustelle.

Um zwei Wochen war die Montage verschoben worden. Grund: Mehrere Tonnen vorgebogener Bewehrungsstahl waren von der Baustelle gestohlen worden. "Die Teile mussten erneut angefertigt werden", so die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) als Bauherr.

Sie hat an der ursprünglich 1958 im Zug der Pleißeverlegung erbauten Brücke ab dem Frühjahr den maroden Überbau entfernen, auch Teile des Unterbaus abbrechen und neu aufbetonieren lassen. "Wegen des langen Winters, des Hochwassers im Juni und der noch notwendigen Betonarbeiten wird sich die Fertigstellung bis ins Jahr 2014 hineinziehen", so das Unternehmen. Die Gesamtkosten, bezahlt aus Töpfen der Braunkohlesanierung, beliefen sich auf rund 800 000 Euro.

Das Bauwerk werde künftig in Verbindung mit dem geplanten Neubau von weiteren Wirtschaftswegen sowie einer noch zu errichtenden Brücke über die B 2 die Anbindung von Gaschwitz an den Markkleeberger See und die Bergbaufolgelandschaft östlich der Pleiße gewährleisten, so die LMBV. Baustart der Brücke sei voraussichtlich Mitte 2014. Mit den Brücken gibt es dann auch eine kurze Radfahrer-Verbindung vom Cospudener zum Markkleeberger See.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.11.2013
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit anderthalb Jahren läuft im Waldbad Zwenkau ein Jugendberufshilfeprojekt. Getragen vom Leipziger Verein Columbus Junior, finanziert vom Europäischen Sozialfonds, vom Freistaat Sachsen, dem Kommunalen Jobcenter Landkreis Leipzig und der Stadt Zwenkau werden junge Leute zwischen 18 und 25 Jahren fit gemacht für den Arbeitsmarkt.

19.05.2015

Für die nächste Saison nimmt ein weiteres, deutlich größeres Fahrgastschiff auf dem Markkleeberger/Störmthaler See Gestalt an. Wie berichtet, lässt Reeder Wilfried Meyer es in der Lux-Werft in Niederkassel-Mondorf bauen, wie schon den Vorgänger MS Wachau.

19.05.2015

Großpösna. Mit einem leichten Besucherminus, aber viel Optimismus und neuen Ideen für 2014 ist auf der Magdeborner Halbinsel die diesjährige Tourismussaison abgeschlossen worden.

19.05.2015
Anzeige