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Markkleeberg Neuer Anleger reicht weit in den Störmthaler See hinein
Region Markkleeberg Neuer Anleger reicht weit in den Störmthaler See hinein
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22:00 14.09.2016
Unterhalb von Störmthal entsteht ein fünfter Anleger samt Finger für kleine Privatboote im Störmthaler See. Derzeit ruhen die Arbeiten, damit sich die rund 2000 Tonnen abgekippter Wasserbausteine setzen können. Quelle: Foto. André Kempner
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Grosspösna

Manche Besucher am Störmthaler See wundern sich derzeit über einen Damm, der unterhalb von Störmthal ins Wasser geschüttet wurde, an dem seit gut zwei Wochen aber nichts mehr passiert. Absicht und technologisch nötig, sagt Bauherr und Tagebausanierer LMBV. Die Schüttmassen aus Wasserbausteinen müssten insgesamt zwölf Wochen ruhen, um sich zu setzen.

Vier Anleger existieren bereits am Störmthaler See: Am Ferienresort Lagovida, an der Durchfahrt zur Schleuse, unterhalb von Güldengossa und am alten Aussichtspunkt Störmthal liegen sie. Nummer fünf, in der LMBV-Nummerierung eins benannt, entsteht derzeit direkt unterhalb der Ortslage Störmthal, so nahe an einem Dorf wie sonst nirgendwo am See.

Problem daran: Der Seeboden falle nur sehr flach ab, erläutert Claudia Gründig von der LMBV. Ein Fahrgastschiff könne dort gar nicht bis zum Ufer gelangen, deshalb sei ein Anleger nötig. Seit August laufen die Arbeiten dafür. Rund 2000 Tonnen Wasserbausteine seien aufgeschüttet worden, berichtet sie. Seit gut zwei Wochen laufe die geotechnisch erforderliche Ruhezeit, damit sich die Massen setzen können.

Ab November soll der Aufbau weiter gehen. Schotter und Beton kommen auf den Anleger, am Ende entsteht eine Schräge, die mit glasfaserverstärkten Kunststoffteilen belegt wird. An der soll künftig das Fahrgastschiff frontal anlegen, seine Bugklappe gegen die Matten drücken und fest liegen. Nach dem selben Prinzip macht der Kopflander bereits jetzt an den anderen Anlegern fest.

Laut LMBV wird die Anlagestelle insgesamt eine Länge von 93 Metern haben, 32 davon würden landseitig als Zuwegung gebaut. Rund 200 000 Euro koste die Maßnahme der erweiterten Tagebausanierung, die Fertigstellung sei Ende Dezember geplant.

Rund 40 Meter lang werde der Damm aus dem Wasser ragen, der Rest des Bauwerkes liege unter Wasser, sei nicht sichtbar, erläutert Großpösnas Seemanager Mathias Rensen den Bau. Dabei entstehe auch ein kleiner Finger am Damm. An dem Nebenast würden in südlicher Richtung später zwei Schwimmstege angebaut. Einer sei vorgesehen für einen Segelverein, der andere für private Investoren wie etwa Segelschule und Bootsverleih. Von der Größe her würden die Schwimmstege aber deutlich kleiner ausfallen, als die große Marina in Lagovida. Nur rund ein Dutzend Boote werde vermutlich Platz finden an einem Schwimmsteg.

Der Störmthaler See war in diesem Jahr zum zweitbeliebtesten See der Sachsen gekürt worden, hinter dem Kulkwitzer und weit vor dem Cospudener See. Mit einer Fläche von 733 Hektar ist er nach dem Zwenkauer (963) das zweitgrößte Gewässer des Leipziger Neuseenlandes. Beide sind so groß, dass sie auch unter den Top 100 der größten Seen Deutschlands landen. Der Zwenkauer See rangiert dort auf Platz 48, der Störmthaler auf Platz 71.

Von Jörg ter Vehn

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