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Markkleeberg Neuer Anleger und erste Gedanken über weiteres Schiff auf Störmthaler See
Region Markkleeberg Neuer Anleger und erste Gedanken über weiteres Schiff auf Störmthaler See
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15:29 13.04.2017
Feierlicher Moment am Störmthaler See: Die MS Wachau legt erstmals am neuen Anleger unterhalb von Störmthal an. Rechts hinten ist die Vineta zu erkennen. Quelle: Fotos: Jörg ter Vehn
Grosspösna

Die Tourismuswirtschaft ist am Donnerstag ein Stück weiter gekommen im Leipziger Neuseenland. Am Störmthaler See eröffnete der inzwischen fünfte Schiffsanleger, diesmal unterhalb des namensgebenden Ortes.

Für Störmthal sei es ein großartiger Tag, meinte Großpösnas Hauptamtsleiter Daniel Strobel in Vertretung der erkrankten Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch. „Endlich ist Störmthal vom Wasser aus erreichbar.“ Gastronomie, das historische Schloss, - „Störmthal pellt sich gerade so ein bisschen aus dem Ei“, lockte er Gäste.

Strobel erinnerte an den langen Weg zur Personenschifffahrt auf dem See, an erste Gespräche 2010, die Ausschreibung gemeinsam mit Markkleeberg und für deren See im Jahr darauf, die Eröffnung der Kanuparkschluse im Mai 2013 und die ersten Schiffstour in dem Jahr. Drei Anleger seien von der Gemeinde noch im Trockenen gebaut worden.

Feierliche Eröffnung: Mike Reichel, Daniel Strobel, Gesine Sommer, Wilfried Meyer und Jana Thomas (v.l.). Quelle: Jörg ter Vehn

Der jetzige fünfte sei aber komplett vom Freistaat bezahlt worden, erklärte LMBV-Projektleiter Mike Reichel. Der rund 90 Meter lange Bau, der wegen des flachen Wassers wie eine Mole geschüttet worden sei und von dem sich rund zwei Drittel im Wasser befänden, habe 260 000 Euro gekostet, sei damit im Budget von 300 000 Euro geblieben, sagte Reichel.

Der neue Anleger sei letztlich ein Teil des wassertouristischen Nutzungskonzeptes für die Region und speziell des so genannten Kurses fünf, erinnerte Gesine Sommer vom Landratsamt. „Der wird bestimmt einmal bis nach Leipzig führen“, war sie sich sicher. Wichtig sei, dass alle dabei an einem Strang zögen. So habe die Politik über die Tagebausanierung gerade erst wieder Geld für weitere Maßnahmen bereitgestellt.

Alles geregelt bei der Personenschifffahrt: Matthias Döring schraubt den aktuellen Fahrplan an. Quelle: Jörg ter Vehn

Wie berichtet, sind damit auch die Chancen für die so genannte Wasserschlange als dringend benötigter Hochwasserabfluss vom Markkleeberger See zur Pleiße, aber auch als schiffbarer Kanal gestiegen. Aktuell habe der Störmthaler See zum Beispiel Hochwasser, so Claus Mann von der EGW, die den Markkleeberger See betreibt. Dadurch könnten an diesem und am nächsten Wochenende außer für die Personenschifffahrt keine Schleusungen zwischen den beiden Seen vorgenommen werden.

Außer freitags fahre in der Hauptsaison ab Mai die MS Wachau zweimal täglich von Markkleeberg über den Störmthaler See und zurück, erklärte Schiffseigner Wilfried Meyer. Die dreistündigen Touren sind so beliebt, dass um Anmeldung gebeten wird. „Wir haben aber gerade nochmal Maß genommen an der Schleuse. Da ist noch etwas Luft drin. Da lässt sich vielleicht noch etwas entwickeln“, meinte er zufrieden. Details wolle er noch nicht nennen. „In vier bis sechs Wochen weiß ich mehr“, sagte er. Dem Vernehmen nach erwägt Meyer nach der großen MS Markkleeberg und der kleinen MS Wachau noch ein Schiff von der Größe her dazwischen - das aber durch die Schleuse passen muss.

Von Jörg ter Vehn

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