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Markkleeberg Neuer Glanz zum großen Fest
Region Markkleeberg Neuer Glanz zum großen Fest
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18:36 12.04.2010
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Zwenkau

Maria Franz, 1882 in Kosching geboren und im Oktober 1949 in Zwenkau gestorben, war ab 1945 Mitglied des Antifa-Ausschusses und initiierte in dieser Funktion den Umbau des Kees’schen Rittergutes zu einem Kinderheim. „Damit die Frauen und Männer ohne Sorge um ihre Kinder ihrer Arbeit nachgehen können“, hieß es in der Begründung. Viele Zwenkauer Bürger haben damals selbst Hand angelegt und unzählige Aufbaustunden geleistet.

„Wir haben kistenweise vergilbte Dokumente, Zeitungsausschnitte und vereinzelt auch Fotografien auf dem Dachboden gefunden, aber leider sind die meisten undatiert“, erklärt Christel Hennicker. Die gebürtige Zwenkauerin, die 2010 ebenfalls ihren 60. Geburtstag begeht, kam 1979 als junge Erzieherin in die Kita. Sie hat viele kleine Zwenkauer groß werden sehen, kennt aber auch eine ihrer Vorgängerinnen, „Frau Hintze“, die ab 1953 die Kita führte.

Derzeit bereitet Hennicker mit ihren sechs Erzieherinnen und den Eltern ihrer 63 Schützlinge eine Festwoche vor. „Vom 15. bis 18. Juni geht’s bei uns rund“, kündigt sie an. Dreht sich am ersten Tag alles um die ein- bis siebenjährigen Knirpse, kommen am zweiten ehemalige Kollegen und all jene, die bei „Maria Franz“ ihre Ausbildung absolviert haben. Selbstverständlich darf auch ein offizieller Festakt mit Vertretern der Stadt und vom Träger, der Volkssolidarität Leipziger Land, nicht fehlen. Höhepunkt und Abschluss der Feierlichkeiten soll ein großes Parkfest „im schönsten Garten von Zwenkau“ sein, wie Hennicker betont. In diesem Rahmen soll ein Film über die Entwicklung der Kita präsentiert werden. Um möglichst viele Erinnerungen einarbeiten zu können, werden noch Zeitzeugen gesucht. Wer im Besitz alter Fotografien ist oder über seine Erlebnisse erzählen mag, der sollte sich dringend unter Telefon 034203 52877 melden

In die Vorfreude mischt sich für Hennicker und ihr achtköpfiges Team Stolz, dass ihr Haus im Dalziger Weg 22 jetzt in neuem Glanz erstrahlt. Die Stadt hat zwar seit der Wende immer wieder Schönheitsreparaturen am in die Jahre gekommenen Gutshaus vorgenommen. Aber erst das Konjunkturpaket II ermöglichte in den letzten Monaten die fast komplette Sanierung.

Ulrike Witt

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