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Markkleeberg Neuer Parkplatz soll Umstieg auf Bus und S-Bahn erleichtern
Region Markkleeberg Neuer Parkplatz soll Umstieg auf Bus und S-Bahn erleichtern
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14:34 10.08.2017
Geschafft: Karsten Schütze, Tim Fischer und Oliver Mietzsch (Mitte von rechts) weihen den neuen P+R-Platz nahe des Großstädtelner Bahnhofs ein.  Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

 Umsteigen auf Bus und S-Bahn ist in Großstädteln jetzt ganz einfach. In Sichtweite der Haltestellen gibt es in der Alten Straße einen zweiten neuen Parkplatz. Eröffnet wurde das 3500 Quadratmeter große Areal am Mittwochvormittag vom Markkleeberger Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD).

„Unser Ziel ist es, den Nahverkehr attraktiver zu machen, immer mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu bewegen“, erklärte der Rathauschef. 50 neue, kostenfreie PKW-Stellplätze, davon zwei für Behinderte, drei überdachte Stellplätze für Motorräder und 29 Fahrradbügel, davon 25 überdacht, sollen Hürden für Pendler abbauen.

Am Markkleeberger Bahnhof und am S-Bahn-Haltepunkt Markkleeberg-Nord gebe es kaum Flächen für weitere Parkplätze, räumte Schütze ein. Daher habe die Stadt in Großstädteln die Chance beim Schopfe gepackt. Indes ganz so einfach war es von der Idee bis zur Umsetzung nicht. „Gabi und Klaus“, ein Zauneidechsenpärchen, das seine Namen dem Oberbürgermeister verdankt, machte den Planern im Frühjahr 2016 das Leben schwer (die LVZ berichtete). Erst als Schütze höchstpersönlich im Schachtweg hinter den Bahnanlagen ein alternatives Revier für die Tierchen fand und es Eidechsen-gerecht ausgestattet war, konnte der Bau endlich beginnen.

Für die Stadt sei der Parkplatz auch finanziell ein lohnendes Projekt, betonte Schütze. „Wir konnten Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm Soziale Stadt und vom Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig nutzen“, erläuterte er. Mit 276 000 Euro und 112 000 Euro sind rund 72 Prozent der im Haushalt veranschlagten 535 000 Euro Gesamtkosten gedeckelt. Am Ende könnte es sogar noch günstiger werden. „Die Schlussrechnung der am Bau beteiligten Firmen liegt noch nicht vor, aber es sieht gut aus“, meinte der Oberbürgermeister.

Er wünsche sich, dass viele das Angebot annehmen, auf die S-Bahn-Linie S 3 und die Buslinien 106/107 umsteigen. „Der Parkplatz wird nicht morgen der übermorgen voll sein, so was dauert immer eine Weile, wie wir am Markkleeberger Bahnhof gesehen haben“, sagte Schütze. Schmunzelnd verriet er seine kühne Hoffnung: „Wenn mehr Leute hier ein- und aussteigen, knacken wir vielleicht bald die 1000 Umsteiger, die die Bahn zur Voraussetzung für einen Aufzug gemacht hat. Wir könnten uns den sozusagen mit dem Parkplatz erarbeiten.“

Ein Anwohner wollte wissen, ob die Stadt künftig Parkgebühren erheben wird. „Das wäre das falsche Signal und widerspricht unseren Förderbedingungen“, machte Oliver Mietzsch, Geschäftsführer des Zweckverbandes Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) klar.

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Von Ulrike Witt

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