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Markkleeberg Neuer Rekord: Über 3000 Teilnehmer am Wochenende beim Cross de Luxe
Region Markkleeberg Neuer Rekord: Über 3000 Teilnehmer am Wochenende beim Cross de Luxe
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10:20 26.09.2016
Premiere für GTM Mega Slide: Rutschen war gestern, jetzt wird geflogen - und zwar mit Vollspeed direkt in den Markkleeberger See.  Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Wo sich einst riesige Bagger durch den Tagebau Espenhain quälten, gehen heute Sportverrückte beim Sparkassen Cross de Luxe an ihre Grenzen. Die siebte Auflage am Wochenende stellte mit über 3000 Teilnehmern einen neuen Rekord auf und verlangte den Läufern wieder alles ab. 26 natürliche und künstliche Hindernisse auf acht Kilometern am Markkleeberger See verteilt, boten Wasser, Schlamm, Dreck und vor allem jede Menge Spaß.

„Wir wollen was Neues ausprobieren und uns mal so richtig auspowern“, erklärte Claudia Rausch (25), die am Sonntagfrüh mit Schwester Carolin (26) und Freundin Sarah Thieme (28) aus Chemnitz angereist war. Großartig vorbereitet hatten sie sich für ihre Premiere nicht, träumten vor dem Start aber schon von der Dusche danach.

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All jene, die sich bei der Sparkassen-Challenge bisher nur "warm gelaufen" haben, sind beim Sparkassen-CrossDeLuxe bestens aufgehoben. Der "legendärste Lauf des Ostens" durch einen ehemaligen Tagebau am Markkleeberger See forderte am 24./25. September 2016 das ganze sportliche Können der Teilnehmer.

„Ohne spezielles Training mitzumachen, wird sich rächen. Das gibt muskuläre Probleme“, sagte Detlef Gratz (58) voraus. Für ihn war es am Sonntag der dritte Cross de Luxe. Der Marathonmann kam diesmal mit Freunden aus Zwickau und Augustusburg nach Auenhain. „Das ist heute ein schöner, sonniger Saisonausklang: weniger Wettkampf, mehr Spaß in der Truppe“, sagte Gratz.

Gut drauf waren auch Heinz Kühne (20) und sein Kollege Christian Doege (24). Die jungen Männer stehen sonst auf PS-gestützte Fortbewegung, arbeiten beide im Autohaus von Heinz’ Vater in Bad Düben, das mit acht Mitarbeitern, die meisten „Wiederholungstäter“, am Start war. „Dank Fitnessstudio, Lauftraining und Basketball sind wir in Form“, verkündete Heinz. Eine Stunde war sein Zeitlimit für die Schlammschlacht. Vater Mike Kühne schmunzelte: „Die gemeinsame Dusche mit den Frauen danach entschädigt für alle Strapazen.“

Ein strammer Typ hatte das Motto des Tages auf dem T-Shirt: „Der Schmerz geht, der Stolz bleibt.“ Veranstalter Henrik Wahlstadt von den Sportfreunden Neuseenland kennt seine Leute. „Wir haben die sportlich Ambitionierten, die sich am Samstag bei den 16 Kilometern ausgetobt haben und die Spaßläufer, die am Sonntag Party machen wollen“, erzählte er. Der durchschnittliche Crosser sei zwischen 20 und Anfang 30.

Nichtsdestotrotz, reiner Spaß waren die 26 Hindernisse nicht. Beim Black Hole, Wahlstadts neuem Lieblingshindernis, mussten die Teilnehmer durch 30 Meter dunkle Stoffbahnen kriechen. Da zeigte mancher Nerven. Blessuren jedweder Art, vor allem Schürfwunden und Prellungen, versorgten die Johanniter. „Wer mit gesunder Vorsicht rangeht, dem kann nicht viel passieren“, so Wahlstadt. Er forderte die jeweils rund 500 Teilnehmer bei den Staffelstarts auf, fair zu sein und sich gegenseitig zu helfen.

Am Ende hatten gestern die ganz Jungen die Nase vorn: Mit 44 beziehungsweise 52 Minuten gingen Robin Espenhayn (18) und Jessica Löschke (16) über acht Kilometer als Erste ins Ziel.

Von Ulrike Witt

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