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Markkleeberg Stadtbus verbindet ab Sonntag Markkleeberg-Ost und -West
Region Markkleeberg Stadtbus verbindet ab Sonntag Markkleeberg-Ost und -West
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00:29 14.12.2015
Zufriedene Gesichter: Ronald Juhrs, Karsten Schütze, Andreas Kultscher, Ines Lüpfert und Steffen Lehmann (v.l.) bei der Präsentation der neuen Stadtbuslinie 106. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg/leipzig

Zum Fahrplanwechsel am morgigen Sonntag nimmt der neue Markkleeberger Stadtbus den Linienbetrieb auf. Die 106 verkehrt künftig zwischen Großstädteln, Bahnhof Markkleeberg, Kanupark beziehungsweise Probstheida, montags bis samstags halbstündlich, sonntags stündlich. Die erste Ost-West-Linie in Markkleeberg löscht (fast) weiße Flecken im Nahverkehrsnetz in Markkleeberg-Ost, Wachau und Auenhain. Sie verbindet Stadtteile, erschließt Seen, das Gewerbegebiet Wachau und erleichtert den Umstieg auf Straßenbahn und S-Bahn.

„Wir haben in Markkleeberg mehr als zehn Jahre einen Stadtbus gefordert und immer wieder Anläufe gemacht. Anfang 2014, nach Inbetriebnahme des City-Tunnels, konnte die Vorbereitung für das neue ÖPNV-Konzept mit dem Stadtbus endlich starten“, sagte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) am Freitag bei der offiziellen Vorstellung der Linie 106.

Der Geschäftsführer des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV), Steffen Lehmann, lobte die konstruktive Zusammenarbeit: „Zum ersten Mal haben mit dem MDV, den LVB, der Bahn, dem Landkreis und den Kommunen Leipzig und Markkleeberg alle Betroffenen an einem Tisch gesessen.“ Innerhalb von anderthalb Jahren sei das Konzept entwickelt worden, zu dem auch die beschleunigte Linie 107 – Zwenkau/Hafen-Markkleeberg-Connewitzer Kreuz – und die neu ausgerichtete 108 – Bahnhof Markkleeberg-Leinestraße-Probstheida – gehören. Für den MDV ist das Konzept ein Pilotprojekt. „Markkleeberg ist der Vorreiter fürs Muldental. Unser Ziel ist es, den ländlichen Raum besser mit Bus und Bahn zu erschließen“, sagte Lehmann.

Andreas Kultscher, Geschäftsführer der Regionalbus Leipzig GmbH, die die Linien 106 und 107 betreibt, betonte: „Das Konzept ist nicht am grünen Tisch entstanden, sondern mit Beteiligung der Bürger.“ Er erinnerte an die ÖPNV-Umfrage im Frühjahr 2014. Fast 1100 Bürger hatten damals teilgenommen, laut MDV ein Rekord. „Als Nahverkehrsträger hoffen wir, dass das Angebot die Vorstellungen der Bürger trifft und die Busse voll sein werden“, erklärte Amtsleiterin Ines Lüpfert vom Landkreis.

Ronald Juhrs, Technik-Geschäftsführer der Leipziger Verkehrsbetriebe, legte Wert darauf, dass auch die Leipziger profitieren. „Die Leinestraße, bisher nicht vom ÖPNV erschlossen, wird angebunden, ebenso das Gewerbegebiet Wachau mit Globus. An der Endstelle in Probstheida sind die 106 und 108 mit der Straßenbahn vertaktet“, zählte er die Vorteile auf.

Ein erstes Fazit zog Juhrs für die Buslinie 70, die seit Einstellung der Straßenbahnlinie 9 Ende November Connewitz mit Markkleeberg-West verbindet: „Die Umstellung läuft problemlos.“ Die neuen Fahrplanbücher gibt es übrigens ab sofort kostenlos beim Busfahrer.

Von Ulrike Witt

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