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Markkleeberg Neues Alarmsystem für den Chemiestandort Böhlen
Region Markkleeberg Neues Alarmsystem für den Chemiestandort Böhlen
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09:36 28.03.2017
Henry Graichen (M.) nimmt das Warnsystem in Betrieb. Daneben die Bürgermeister Thomas Hellriegel, Dietmar Berndt, Holger Schulz und Stephan Eichhorn (v. l.). Quelle: Ulrike Witt
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Zwenkau

Punkt 15 Uhr hat Landrat Henry Graichen am Montag in der Rettungswache Zwenkau mit einem Schlüsseldreh das neue Alarmierungssystem für die Gemeinden rund um den Chemiestandort Böhlen in Betrieb genommen. Dabei waren die Bürgermeister der vier angrenzenden Kommunen – für Böhlen Dietmar Berndt, für Neukieritzsch Thomas Hellriegel, für Rötha Stephan Eichhorn und für Zwenkau Holger Schulz – sowie die Geschäftsführerin des Rettungszweckverbandes für den Landkreis Leipzig und die Region Döbeln, Carola Schneider.

„Die Betriebsgenehmigung für Dow Chemical ist gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz an ein modernes übergreifendes Alarmierungssystem gebunden“, erklärte Graichen. Im Altkreis Leipziger Land sei bereits 2005 ein externer Notfallplan erarbeitet worden. Später, im neuen großen Landkreis Leipzig, wurde nach einem System gesucht, das es möglich macht, die Bürger im Ernstfall mit Signaltönen und Durchsagen zu alarmieren und zu informieren. Die Firma Hörmann, die weltweit Alarmsysteme installiert, hat schließlich 2015 die Ausschreibung gewonnen, im vergangenen Jahr dann die Installation übernommen.

„Es handelt sich um eine digitale Sirenenanlage mit 16 Standorten in vier Kommunen und einer Reichweite von etwa zehn Kilometern“, erklärte Projektleiter Ben Schütze von Hörmann. Je nach Größe des Ortes seien Sirenen mit 600, 1200 oder 1800 Watt an den Standorten installiert. In Zwenkau befinden sich die auf dem DRK-Gebäude in der Schulstraße und am Bauhof in der Leipziger Straße. Weitere gebe es in Großdalzig und Zitzschen. Im Ernstfall werde das Funksignal über die Rettungsleitstelle Leipzig an die Repeaterstation in der Rettungswache Zwenkau weitergeleitet, die Durchsagen sind in Deutsch und Englisch.

„Die Alarmierung der Bevölkerung ist in jeder Gefahrenlage gesichert“, versprach Schütze. Dabei könne es sich unter anderem um schwere Unfälle mit Gefahrguttransporten auf der A 38 und A 72 handeln, aber auch um Hochwasser und Unwetter. „Möge nie der Ernstfall eintreten“, meinten Landrat Graichen und die vier Bürgermeister unisono.

Gekostet hat das neue Alarmierungssystem den Landkreis 431 000 Euro. „Das ist nicht wenig, aber die Sicherheit unserer Bürger ist es wert“, meinte Graichen. Künftig wird es an jedem letzten Montag im März und im September einen Probealarm geben.

Von Ulrike Witt

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