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Markkleeberg Neues Baugebiet, neue Kita, Urzeit-Hai: Großpösna gibt freie Bahn
Region Markkleeberg Neues Baugebiet, neue Kita, Urzeit-Hai: Großpösna gibt freie Bahn
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07:32 18.10.2016
Macht Frühgeschichte erlebbar: So soll der Urzeithai auf dem Abenteuerspielplatz aussehen.  Quelle: Spielart GmbH
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Grosspösna

 Ein neues Wohngebiet, eine Reittherapie in Seifertshain, ein Spielplatz mit Riesen-Urzeithai im Bergbau-Technik-Park und eine neue Kita: Die Großpösnaer Gemeinderäte haben diese Woche für etliche Vorhaben die Weichen gestellt.

Zu Beginn der Sitzung am Montagabend gab es gleich den Paukenschlag für ein neues Wohngebiet. Der Rat verabschiedete bei einer Nein-Stimme die Satzung für die Bebauung „Am Hopfenberg“. Projektbetreuer Harald Fiebig von der Firma Grundstück & Haus Winkler saß im Publikum, nahm die Zustimmung gern zur Kenntnis. Er will das Baugebiet im Kerndorf bereits Ende nächsten Jahres komplett erschlossen haben. Auch die Reservierungen liefen sehr gut, sagte er. Inzwischen habe auch die Stadt Leipzig ihre früheren Einwände gegen das neue Wohngebiet komplett zurückgezogen, hieß es.

Eher trockene Materie war der überarbeitete Flächennutzungsplan der Gemeinde. Das Papier, das im Wesentlichen nur längst erfolgte Änderungen aufnimmt, wurde einstimmig verabschiedet. Manko: Das Gebiet des Pösna Parkes wurde als weiße Fläche aufgenommen. Wie berichtet, weigert sich die Landesdirektion, das nach der Wende erst im Dorf erlaubte Einkaufszentrum heute noch planerisch als solches in Großpösna festzuschreiben. Deshalb hatte auch der vor Kurzem abgeschlossene Umbau viel Zeit und Kompromisse benötigt.

Ein junge Familie will unter dem Namen „hofpferde Seifertshain“ künftig eine Reittherapie mit Pferden anbieten. Nach Rücksprache mit dem Landratamt müsse dafür aber ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden, erläuterte Bauamtsleiter Detlef Richter. Grund sei die Nutzungsänderung des vorhandenen Hofes sowie der Bau einer Reithalle im östlichen Teil dort und eines Reitplatzes. Wie Inhaberin Anne Lau erläuterte, plane sie abgestimmt mit dem Veterinäramt 18 bis 20 Pferde einzusetzen. Schwerpunkt sei reformpädagogischer Reitunterricht für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter. Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch bedauerte, dass wegen des nötigen B-Planes jetzt Zeit verloren ginge, wünschte der Familie aber alles Gute bei der Umsetzung. Die Räte stimmten einstimmig zu.

Ebenso ohne Vorbehalte votierte die Gemeindevertretung für den Bau eines Abenteuerspielplatzes im nächsten Jahr auf dem Gelände des Bergbau-Technik-Parkes. Den Platz mit Urzeit-Hai (die LVZ berichtete) wollte eigentlich der dortige Trägerverein selber errichten, hatte auch schon die Fördergelder über das Leader-Programm beantragt und Eigenmittel in Form von Spenden gesammelt. Dann jedoch kam die Absage aus Dresden. Anders als in anderen Ländern müssten in Sachsen Eigentümer der Fläche und Antragsteller identisch sein, bedauerte Lantzsch. Da helfe auch kein langfristiger Pachtvertrag. Nun baut die Gemeinde, soll die Fördergelder und die Spenden des Vereins erhalten. Ein Nullsummenspiel - bis auf die Abschreibung.

Die Diakonie Leipziger Land kann in der Samenkorn-Krippe am Oberholz das Obergeschoss zur Kita mit 36 Plätzen ausbauen. Die Gemeinde überschreibt der Diakonie ihr Fördergeld (325 000 Euro) aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“, regelt in einer Vereinbarung dazu jetzt unter anderem eine mindestens 20-jährige Betriebspflicht des Trägers. Die Räte waren einstimmig dafür.

Von Jörg ter Vehn

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