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Markkleeberg Neues Fahrgastschiff für Markkleeberger See eingeschwebt – Testbetrieb ab 21. September
Region Markkleeberg Neues Fahrgastschiff für Markkleeberger See eingeschwebt – Testbetrieb ab 21. September
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09:45 14.09.2012
Am Donnerstag wurde das Boot im See zu Wasser gelassen. Quelle: Andr Kempner
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Markkleeberg

Dann ging’s mit 55 Tonnen Gewicht auf die Straße, nachts auf Autobahnen quer durch die Republik - bis gestern Früh 5 Uhr nach Auenhain. Für die restlichen paar Hundert Meter bis ins Wasser benötigte der Transport dann noch mal bis 13.30 Uhr.

 In der engen Kurve zum Kanupark hinunter musste Heinz Schreiber aus Großpösna erst mal eine Straßenlaterne abbauen. See-Entwickler Claus Mann legte dann mit Reeder Wilfried Meyer persönlich Hand an, um das störrische Stück Lichtmast aus dem Boden zu ziehen. In der nächsten Kurve stand erneut ein Straßenschild im Weg, runter zum Yachthafen waren es ein Stück Zaunfeld und ein halbes Dutzend Befestigungsstangen  für die Jollen, die aus der Enge geholt und samt Booten beiseite geschoben werden mussten.

Markkleeberg. „Anfang und Ende sind immer am schwersten“, sagt Friedhelm Biermann. Gestartet hatte der Schwertransport-Fachmann sein jüngstes Abenteuer am Dienstagabend im Kölner Hafen, wohin die Lux-Werft aus der Nähe von Bonn das neue Fahrgastschiff für den Markkleeberger See noch rheinabwärts in seinem Element bewegen konnte.

Gut zwei Dutzend Schaulustige mit fast ebenso viel Kameras verfolgten die letzten Reisemeter des an Land so unbeholfenen Schiffes. Wie Peter und Monika Liebmann. Er war früher Berufskraftfahrer, konnte das Leid des Kollegen am Steuer des Schwerlasttrucks gut nachvollziehen. „Spannend“, meinte Peter Liebmann anerkennend.

Am Ende schob der Lastwagen den 48 Meter langen Hänger, der von beiden Seiten steuerbar war und auch den „Dackelgang“ beherrschte,  ans Wasser. Ein 250- und ein 400-Tonnen-Autokran hoben das noch ungetaufte Boot an, schwenkten langsam ein - und Reeder Meyer schwebte für Minuten samt Luftschiff im Himmel über dem Markkleeberger See, bevor das genau 21,45 Meter lange Schiff seinen Schwimmtest auch in Sachsen ablegte.

Er habe Brücken und Schleuse am See nachgemessen und nach den Maßen das Schiff bauen lassen, so Meyer. Es passe mit fünf Zentimeter Luft an beiden Seiten durch die Schleuse zum Störmthaler See. Das Schiff werde von zwei Dieselmotoren á 125 PS angetrieben, biete unten Platz für 70 Passagiere, oben für weitere 60. Aufbauten wie die Edelstahl-Reling sowie wetterfeste Bänke und Tische aus einem engmaschigen lackierten Eisengitter sollen in der nächsten Woche angeschraubt werden. Zum Fischerfest werde das Boot an seinem Liegeplatz zu finden sein. „Zum 21. September wollen wir mit Gästen dann den Probebetrieb aufnehmen“, so Meyer. 

Jörg ter Vehn

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