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Neues Grabensystem hält Grundstücke am Schloss trocken

Neues Grabensystem hält Grundstücke am Schloss trocken

Jahrelang standen die Grundstücke Kirchstraße 31 bis 35 in Zeiten starker Niederschläge unter Wasser. Schuld war der nach Tagebauende in Markkleeberg-Ost gestiegene Grundwasserspiegel.

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Karsten Schütze (li.) und Diemo Trepte an der Mönchereistraße.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Einen Graben, der das Oberflächenwasser hätte aufnehmen können, gab es nicht. Jetzt ist die Gefahr gebannt. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) hat einen neuen Entwässerungsgraben gebaut.

"Die Bauarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss", erklärte gestern beim Vor-Ort-Termin LMBV-Projektmanager Diemo Trepte. Das überwiegend offene Grabensystem zieht sich durch die an der Mönchereistraße gelegenen Gärten der drei Grundstücke, quert den Teich im Rhododendronpark hinterm Schloss und geht entlang des 1813-Gefechtsfeldes bis zum Auslauf in die Kleine Pleiße an der Brücke "Am feurigen Hengst".

"Während des Baus sind wir auf alles mögliche, wie Fundamente und Siedlungsabfälle, gestoßen, nur nicht auf den von der Stadt immer wieder genannten Rittergutsgraben", sagte Trepte zu Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD), der sich nach dessen Lage erkundigte. Der neue Entwässerungsgraben ist 470 Meter lang, 80 Meter davon sind aufgrund von Überfahrten verrohrt. Während die Baumaßnahmen im Bereich der Wohngrundstücke bereits abgeschlossen sind und nur noch die Begrünung der Böschungen und Ausgleichspflanzungen ausstehen, ruhen die Arbeiten kurz vor der Kleinen Pleiße wetterbedingt. Wie Trepte sagte, müssen nach der Frostperiode noch Kabel verlegt werden.

"Ich bin froh, dass der neue Graben funktioniert", sagte Schütze gestern beim Blick über den Gartenzaun. Auch wenn bei diesem Projekt nicht alle Blütenträume reiften. So hatten Umweltverbände gefordert, dass der historische Schellerteich auf dem ehemaligen Gelände des Autohaus Meurer in das Grabensystem eingebunden wird. "Das war nicht möglich, weil wir auf der gesamten Länge des Grabens nur 20 Zentimeter Gefälle haben", erklärte Trepte.

Was auch ohne den Schellerteich ein Problem darstellt. "Bei Starkniederschlägen steigt nicht nur das Wasser im Graben, sondern auch in der Kleinen Pleiße, die dann in den Graben drückt. Um einen Rückstau zu verhindern, können am Auslaufbauwerk Balken eingesetzt werden, im Zweifelsfall auch Sandsäcke und Pumpen", so der Fachmann.

Die Kosten für das Grabensystem belaufen sich auf rund 200 000 Euro und werden über Paragraf 3 - Gefahrenabwehr Grundwasseranstieg - im Rahmen des Verwaltungsabkommens zur Bergbausanierung finanziert. Nach der Fertigstellung wird der Graben an die Stadt übergeben. Wie Rathauschef Schütze ankündigte, will die Stadt auf dem Autohaus-Areal dieses Jahr auch noch Parkplätze für Großveranstaltungen im Schloss und am Torhaus anlegen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.02.2015
Ulrike Witt

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