Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Neues Polizeiboot überwacht Wasserlandschaft von Störmthal bis Markkleeberg
Region Markkleeberg Neues Polizeiboot überwacht Wasserlandschaft von Störmthal bis Markkleeberg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:02 28.04.2018
Bei rasanter Fahrt mit immerhin 16 Knoten dreht das neue Polizeiboot anlässlich seiner feierlichen Indienststellung mit den Ehrengästen eine erste Runde über den Störmthaler See. Quelle: Fotos: André Kempner
Anzeige
Störmthal

Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen – dieses Gefühl hatten am Freitag alle, die dienstlich zu der feierlichen Inbetriebnahme des „Faster 73 cat cabin“ an den Störmthaler See gekommen waren. So heißt das Modell des nun auf dem Markkleeberger und Störmthaler See Streife fahrenden neuen Kabineneinsatzbootes. Damit sich Touristen und Urlauber an und auf den Gewässern des Leipziger Neuseenlandes sicher fühlen können, hat der Freistaat für rund 175 000 Euro dieses 7,40 Meter lange und über zwei Tonnen schwere Wasserfahrzeug angeschafft. Bevor es zu Wasser gelassen wurde, überreichte Wöller Bootsführer Torsten Röder die sächsische Flagge, unter der das Boot nun über die Seen schippern wird. „Auch mit diesem Boot zeigen wir die Leistungsfähigkeit unserer Polizei, die damit einen Beitrag leisten kann, die Sicherheit und Ordnung auf den Gewässern und an den Ufern zu gewährleisten. Dieses Boot ist schnell, wendig und sehr gut ausgestattet“, sagte Wöller.

Gemeinsam mit Leipzigs Polizeipräsidenten Bernd Merbitz, Großpösnas Hauptamtsleiter Daniel Strobel und weiteren Gästen stach Wöller dann für eine erste Runde mit dem neuen kleinen Schiff in See. Im offenen Gewässer beschleunigte Bootsführer Torsten Röder bei aufspritzendem Wasser auf 16 Knoten, rund 30 km/h. Mehr sind auf dem See nicht erlaubt. Die beiden 90 PS starken Außenbordmotoren schaffen aber die doppelte Geschwindigkeit. Röder ist zufrieden: „Das Boot ist aufgrund seiner Bauweise sehr kursstabil. Es hat einen Katamaran-Rumpf und reagiert sehr genau auf Lenkbewegungen. Das Boot erfüllt genau das, was wir uns von ihm versprochen haben.“

Zur Besatzung gehören drei Beamte. Sie werden hier nun täglich über die Seen fahren und dabei verkehrsrechtliche Kontrollen durchführen, den Schiffsverkehr regeln und umweltrechtliche Vorschriften überwachen. Praktisch dabei ist, so Röder, dass das Boot nicht nur über Echolot, Radar und Suchscheinwerfer, sondern auch über eine hydraulische Bugklappe verfügt. Bei nur 40 Zentimetern Tiefgang könne die Wasserschutzpolizei so an jeder Uferstelle anlegen.

Während die Ehrengäste für die erste Fahrt an Bord gingen, blieb der von Strobel an Röder überreichte Präsentkorb auf dem Trockenen. Mit dem Geschenk hatte Großpösnas Hauptamtsleiter die Wasserschutzpolizei begrüßt und daran erinnert, dass auf den Tag genau vor vier Jahren der Störmthaler See feierlich eröffnet wurde.

Angesichts der hier inzwischen vonstatten gegangenen Entwicklung für Urlauber und Touristen geriet Wöller ins Schwärmen. Er sei bereits als Kultusminister in der Region gewesen und jetzt total begeistert: „Ich bin selbst Faltboot-Fahrer und muss unbedingt meine Frau und meinen Sohn überzeugen, statt in der Müritz oder auf der Elbe mal mit hierher zum Paddeln zu kommen.“

Von Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Neuseenland bei Leipzig ist ein neues Boot der sächsischen Wasserschutzpolizei im Einsatz. Das 7,40 Meter lange und zwei Tonnen schwere Fahrzeug werde künftig den Störmthaler und den Markkleeberger See überwachen.

27.04.2018

Die Sächsische Energieagentur Saena hatte zum 23. Tag der erneuerbaren Energien nach Zwenkau eingeladen. Im Ratssaal der Stadt trafen sich am Mittwoch Experten und Vertreter benachbarter Städte.

27.04.2018

Neben der MS Wachau fährt künftig auch die MS Störmthal durch die Schleuse vom Markkleeberger zum Störmthaler See. 130 Passagiere finden auf dem neuen Schiff Platz. Der Schwertransport benötigte drei Nächte, um den Koloss nach Auenhain zu bringen.

27.04.2018
Anzeige