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Markkleeberg Neues Tor nach Leipzig schwebt zentimetergenau über der B 2 ein
Region Markkleeberg Neues Tor nach Leipzig schwebt zentimetergenau über der B 2 ein
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16:00 08.07.2016
Ganz schön stark: Ein 500-Tonnen-Autokran hievt den 60 Tonnen schweren Pylonen ein.
Markkleeberg

Die Bundesstraße 2 ist an der Autobahnauffahrt Leipzig-Süd bis Mittwoch voll gesperrt. Derweil sich Autofahrer über kilometerlange Umleitungen wälzen, wächst die erste Pylonbrücke der Region, die ab dem nächsten Frühjahr Cospudener und Markkleeberger See für Fußgänger, Radfahrer und Versorgungsfahrzeuge verbinden wird.

34 Meter hoch und 64 Meter Stützweite haben wird das Bauwerk. Und wie schon die benachbarte B 2-Brücke über die A 38 wird sie in Gelb-Blau farblich als Tor nach Leipzig gestaltet. Für solche Raffinesse können die Kraftfahrer (noch) kein Auge haben, die sich nun weiträumig umgeleitet aus Leipzig rein- und rausquälen müssen. Zumal nach Angaben von Beobachtern die Absperrung am Donnerstag zumindest an der B 2 fast eine halbe Stunde vor der Zeit in Kraft trat. Ärgerlich für so manche Autofahrer, die sich extra früher frei nahmen – und trotzdem vor verschlossener Straße standen.

Haben den Plan: Jenny Findeisen vom Bergbausanierer LMBV (l.) und Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erläutern den Brückenbau. Quelle: Kempner

Das befürchtete Verkehrschaos blieb zumindest Freitagfrüh aus. In der Hauptstraße Markkleeberg stauten sich erwartungsgemäß die Fahrzeuge von Süden kommend vor der Kreuzung Seenallee. Aber nicht kilometerlang. Das für den Bau zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr hatte eigens die verkehrsschwache Ferienzeit für den Aufbau des Bauwerks ausgewählt.

An der Baustelle ging es langsam und geschäftig zugleich zu. Ein riesiger 500-Tonnen-Autokran hob von der B 2 aus am Vormittag den 60 Tonnen schweren Pylon in Zeitlupe zentimetergenau auf seinen Betonsockel. Mit zwei Stützträgern wurde der Pylon provisorisch gesichert. Ab dem Mittag wurde das rund 65 Tonnen schwere Stahlgerüst der ersten Fahrbahnhälfte eingehoben, ab dem Nachmittag hängten die Montagearbeiter die ersten Tragseile an den Pylonkopf ein. Laut Ablaufplan soll am heutigen Samstagmorgen die zweite, rund 70 Tonnen schwere Fahrbahnhälfte einschweben, weitere Seile folgen ab dem Mittag.

Insgesamt acht davon spannen und halten den Pylon und die daran aufgehängte Fahrbahn, erklärte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. Zwei Seile sind fast baumdick, enthalten jeweils 55 Litze, die einzeln gespannt werden müssen. Die anderen sechs zur langen Brückenseite hin sind dünner, enthalten nur jeweils 19 Litze.

Sonntag und Montagvormittag sollen die Brückenteile miteinander verschweißt werden. Danach wird die neue Fahrbahn gegossen. Das sei auch der Grund, warum bis Mittwoch die Vollsperrung der B 2 dauere, so Siebert. Anschließend könne während der Restarbeiten jeweils eine Fahrspur freigegeben werden. Die Hilfsstützen in der Fahrbahnmitte würden in der Folgewoche abgebaut.

Die Brücke stellt alte Wegebeziehungen, die beim Tagebau verschwanden, im Rahmen der Bergbausanierung wieder her, und kostet rund 4,6 Millionen Euro.

Von Jörg ter Vehn

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