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Markkleeberg Neuseenclassics im Süden von Leipzig locken auch zahlreiche Freizeitfahrer an
Region Markkleeberg Neuseenclassics im Süden von Leipzig locken auch zahlreiche Freizeitfahrer an
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14:36 13.06.2011
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Zwenkau

Eines der Erfolgsrezepte der Radsportveranstaltung ist zweifellos die Verbindung von Profirennen mit Touren für jedermann – auf diese Weise können sogar ganze Familien in der Region ihre Runden drehen.

Zwenkau. Eine ganze Region stand am Pfingstsonntag wieder im Zeichen des Radsports. Bei der neuen Auflage der „Neuseenclassics – Rund um die Braunkohle“ traten tausende Frauen, Männer und Kinder in die Pedale. Eines der Erfolgsrezepte der Radsportveranstaltung ist zweifellos die Verbindung von Profirennen mit Touren für jedermann – auf diese Weise können sogar ganze Familien in der Region ihre Runden drehen.

Auch Mike Wacker wusste das zu schätzen. „Für uns ist das heute eine Premiere“, berichtete der Zeitzer. „Wir machen mit zwei Familien einen sportlichen Pfingstausflug.“ Radfahren könne man zwar auch anderswo. „Doch es ist schon etwas anderes, auch mal auf einer abgesperrten Straßenstrecke zu fahren.“ Gut trainiert ging die neunjährige Antonia ins Rennen: „Meine letzte Tour ging über 23 Kilometer, da ist das heute für mich kein Problem.“ Für die nötige Kondition sorgt zudem ihr anderes Steckenpferd. „Ich bin im Kanuverein aktiv.“

Auf eine lange Radfahrtradition kann Harald Müller verweisen: „Ich fahre schon seit 55 Jahren bei Rennen mit“, so der 73-Jährige. Er gehört zur „1. Deutschen Rad-Renngemeinschaft der Bäcker/Konditoren“, die zu den Neuseenclassics eine eigene Wertung fuhr. Dass der Startschuss für die Tour am Backhaus Hennig in Rüssen-Kleinstorkwitz fiel, passte da perfekt. „Wir fahren jedes Jahr auch bei den Europa- und Weltmeisterschaften mit“, verriet Detlev Hackbarth, der ebenfalls zur radelnden und backenden Zunft gehört. Der 69-Jährige aus Wennigsen bei Hannover tritt bereits seit 54 Jahren aktiv in die Pedale. „Mir machen auch 120 Kilometer am Stück nichts aus.“

Immerhin 90 Schüler konnte Lehrerin Sabine Richter vom Wiprecht-Gymnasium Groitzsch zum Mitfahren bewegen. „Als Preis für die Klasse mit den meisten Teilnehmern hat unser Schülercafé ein Frühstück ausgelobt“, sagte sie. „Ich fahre heute aber nicht mit, einer muss ja aufs Gepäck aufpassen.“ Dafür war ihr Mann – ebenfalls Sportlehrer – im Fahrerfeld zu finden. „Er fuhr schon die Fichkona vom Fichtelberg zum Kap Arkona, 601 Kilometer innerhalb von 24 Stunden. Da habe ich das Begleitfahrzeug gesteuert.“

Ohne die zahlreichen Helfer im Hintergrund würde ein solches Großereignis wie die Neuseenclassics kaum zu stemmen sein. Zu denen gehörte auch Anke Geissler vom Technischen Hilfswerk (THW) aus Borna. Sie kümmerte sich gemeinsam mit weiteren Kollegen um die Streckenabsperrung. „In diesem Jahr standen die Hinweisschilder schon sehr früh, das hat unsere Arbeit sehr erleichtert.“

Berufspraxis sammeln konnten Susanne Heiner und Thomas Zellner von der Heimerer-Schule. Beide sind angehende Physiotherapeuten und massierten am Feuerwehrhaus Radfahrer und Helfer. Diese Ruhephase nutzte auch Kerstin Raudonat. Sie ist schon seit Jahren als Notärztin bei den Neuseenclassics dabei. „Schürfwunden und Schlüsselbeinfrakturen kommen hier schon öfter vor“, weiß sie. Radfahren sei aber nichts für sie. „Ich bin da eher für Inliner.“  

Bert Endruszeit

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