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Markkleeberg Neuseenlandhaus kommt an die Markkleeberger Seepromenade
Region Markkleeberg Neuseenlandhaus kommt an die Markkleeberger Seepromenade
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18:15 31.01.2019
Auf dieser Freifläche am Markkleeberger See soll das geplante Neuseenlandhaus errichtet werden. Quelle: Foto: André Kempner
Grosspösna/Markkleeberg

Vor 15 Vertretern aus Vereinen, Verbänden, Institutionen, dem Landkreis Leipzig und Kommunen, darunter die Bürgermeister aus Böhlen, Belgershain, Taucha, Rackwitz und Großpösna, erklärte Harald Geißler, weshalb Markkleebergs Seepromenade der favorisierte Standort ist und als „gute Alternative“ nur die ebenfalls zu Markkleeberg gehörende Auenhainer Bucht infrage kommt. Der 54-jährige Diplom-Geograf vom Hannoveraner Büro BTE Tourismus- und Regionalberatung hatte im Auftrag des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland die Standortanalyse durchgeführt.

Insgesamt waren elf Standorte mittels einer Bewertungsmatrix beurteilt worden. Zu den Orten gehörten zum Beispiel der Schladitzer See, die Magdeborner Halbinsel, der Hafen Zöbigker und der Stadthafen Leipzig. Sie und alle anderen erhielten Punkte zu den Kriterien Erreichbarkeit, Nachfragepotenzial, Standortqualitäten und Zielerfüllung. Am Ende lagen die beiden Markkleeberger Standorte klar vorn. Sie versprechen unter anderem das größte Besucherpotenzial und damit den größten Werbeeffekt für die gesamte Region sowie die wirtschaftlichste Betreibbarkeit. „Wir arbeiten schon eine Weile in der Leipziger Region. Um den besten Standort zu finden, haben wir alles Subjektive rausgenommen und sind ganz sachlich und objektiv vorgegangen“, so Geißler.

Markkleeberg stellt sich Verantwortung

Er habe über das Resultat dann noch mit einer siebenköpfigen Initiativgruppe gesprochen, zu der zum Beispiel von der Universität Leipzig Annett Krüger, der Vorsitzende des Regionalen Planungsverbandes Westsachsen, Andreas Berkner, Sandra Brandt vom Tourismusverein, Peter Krümmel vom Großpösnaer Kuhstallverein sowie Steffi Raatzsch vom Zweckverband Kommunales Forum Südraum Leipzig gehörten.

„Wir hatten noch über einzelne Punktevergaben diskutiert, aber zu großen Veränderungen am Gesamtergebnis führte das nicht“, sagte Raatzsch gegenüber der LVZ. Auch am Dienstagabend wurde das Ergebnis akzeptiert, womit die Standortentscheidung gefallen ist. „Wir schreihen nicht Hurra, kommen aber unserer Verantwortung für die touristische Infrastruktur in der Region Leipzig nach. Die Kosten werden wir aber nicht allein stemmen“, sagte Falk Hartig, Markkleebergs Amtsleiter für Kultur und Tourismus.

Jetzt startet Überzeugungsarbeit

Die erste Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit eines solchen Besucherzentrums ergab einen jährlichen Zuschussbedarf in Höhe von rund 240 000 Euro, der sich auf die Mitglieder-Kommunen im Tourismusverein verteilen würde. „Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit, die Überzeugungsarbeit in den Kommunalparlamenten sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Denn noch ist nichts beschlossen, wir stehen ganz am Anfang“, sagte Gabriela Lantzsch, Großpösnas Bürgermeisterin und Vorstandsvorsitzende des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland. Dessen Geschäftsführerin Brandt ergänzte: „Es geht um die Attraktivität einer ganzen Region. Wir haben uns im Neuseenland immer von Neiddebatten fern gehalten und an einem Strang gezogen, sachlich und ergebnisoffen. Die Diskussion zu diesem Haus geht jetzt erst richtig los.“

Attraktive Ausstellungen geplant

Außer dem Standort steht noch nichts fest. Ziel aber ist, in dem Haus den Gästen den spannenden Wandel und die Identität einer ganzen Region zu präsentieren und auf weitere Ausflugsziele in diesem Kontext hinzuweisen. Zu den Kernangeboten sollten laut Geißler gehören: Attraktive Ausstellungen zu Tagebau und Landschaftswandel, Karten und touristisches Informationsmaterial, Beratung und Ticketverkauf, Besucher-Shop mit Literatur und Souvenirs, Gastronomie, Toiletten, familien- und kinderfreundliche Aufenthaltsbereiche, multifunktionale Tagungsräume für Vorträge, Tagungen und Lesungen. All das und noch mehr soll das „Neuseenlandhaus“ ausmachen.

Von Olaf Barth

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