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Markkleeberg Nina K. Jurk - "Gut behüttet"
Region Markkleeberg Nina K. Jurk - "Gut behüttet"
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13:57 19.05.2015
Weite und Stille sind die Themen der Leipziger Malerin Nina K. Jurk. In der Lehmhaus Galerie in Zwenkau präsentiert sie noch bis zum 22. November insgesamt 81 kleine und große Landschaften und entführt den Betrachter in eine andere Welt. Quelle: André Kempner

Immer wieder sind große Namen darunter. Seit Samstag können Kunstinteressierte nun Arbeiten der Leipziger Malerin Nina K. Jurk bewundern.

"Das Lehmhaus erinnert mich an Galerien, wie man sie an der Ostsee findet. Der Stil passt zu meinen Landschaften", so die gebürtige Dresdnerin, die in den Neunzigern bei Arno Rink und Neo Rauch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert hat, später Meisterschülerin wurde. 81 Arbeiten hängen von ihr in Zwenkau. "Ich habe noch nie so viele Bilder in einer Personalausstellung gezeigt", erklärt sie bei der Vernissage. Jurk hat keinen Laudator, sie spricht über sich und ihre Arbeiten - ungewöhnlich, aber niemand könnte es besser machen.

"Meine Motive sind getragen von der Sehnsucht nach Weite und Stille." Anregungen finde sie in der Natur, wo sie ganz klassisch mit Skizzenblock unterwegs sei. "Meine Landschaften habe ich alle erlebt." Das Erstaunliche: Sie schafft es, das Thema Weite auf fünf mal zehn Zentimetern genauso eindrucksvoll umzusetzen wie auf 60 mal 80. Ihre Landschaften wirken wie hinter Nebelschleiern, eröffnen Horizonte, ziehen den Betrachter gerade wegen ihrer Zartheit in den Bann. "Malen ist ein Prozess, bei dem es um Veränderung und Loslassen geht", sagt Jurk. Das erfordere Vertrauen in sich selbst, und das finde sie in der Natur.

"Gut behüttet" heißt die Schau. Wer nun Hütten auf Jurks Bildern vermutet, liegt falsch. "Als Kind hat mir meine Mutter, wenn ich das Haus verließ, ein Kreuz auf die Stirn gemacht und gesagt, sei gut behütet", erzählt Jurk. Dies sie eine Tradition, die heute wegen der räumlichen Distanz per SMS gepflegt werde. "Das Rechtschreibprogramm macht aus behütet behüttet. Erst habe ich mich gewundert, dann fand ich das Wort sehr schön." Es strahle Wärme und Geborgenheit aus, wie Jurks Bilder.

Die Ausstellung ist bis 22. November donnerstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr in der Leipziger Straße 14 zu sehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.11.2014
Ulrike Witt

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