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Markkleeberg Noch Gesprächsbedarf zum Wiederaufbau
Region Markkleeberg Noch Gesprächsbedarf zum Wiederaufbau
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00:34 07.09.2015
Die Dorfkirche soll ab 2016 wieder aufgebaut werden. Quelle: André Kempner
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Anfang 2016 soll, wenn alles nach Plan läuft, der Wiederaufbau beginnen. Wie die rund 500 Jahre alte Kirche künftig aussehen soll, darum wird derzeit hinter verschlossenen Türen gerungen. Wie Pfarrerin Barbara Hüneburg informierte, habe es Ende August ein Treffen von Fachleuten vor Ort gegeben. Dabei waren Vertreter der evangelisch-lutherischen Landeskirche, der Denkmalpflege, der Versicherung, des mit den Bauplanungen beauftragten Ingenieurbüros Scherf, Bolze und Ludwig und der Kirchenvorstand.

"Einigkeit besteht, was das Äußere anbelangt. Turm und Kirchenschiff sollen so, wie sie vor dem Feuer waren, wieder aufgebaut werden", erklärt Hüneburg. Diskussionsbedarf gebe es derweil bei der Gestaltung des Innenraumes. Dank ihrer vollständig erhaltenen spätbarocken Ausmalung galt die Dorfkirche als kulturhistorisches Kleinod in der Region. Während die Pfarrerin und der Kirchenvorstand eine Wiederherstellung des zuletzt Mitte der 90er Jahre mit der gesamten Kirche sanierten Innenraumes favorisieren, denken Denkmalpfleger und Landeskirche über "Alternativen" nach, verriet Hüneburg.

Wie die konkret aussehen könnten, dazu will sie sich erst nach der Kirchenvorstandssitzung, die am Montagabend stattfindet, äußern. Klar macht Hüneburg aber schon jetzt: "Die Kirche muss zu den Menschen und der ländlichen Region passen. Modernes lässt sich vielleicht in einer Großstadt umsetzen, in Tellschütz sicher nicht. Hier werden wir einen Kompromiss finden müssen."

Indes füllt sich der Spendentopf für den Wiederaufbau. Lehmhaus Galeristin Catherine Scholz hat Käufer für das vom Ehepaar Kuhnt gestiftete Gemälde aus dem Nachlass des Malers Heinz Mutterlose gefunden. Ihren Namen wollten die Spender nicht öffentlich genannt haben. Es handele sich um "langjährige treue Kunden" der Zwenkauer Galerie, so Scholz. Die Kirchgemeinde Tellschütz kann sich über 420 Euro freuen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.09.2015
Ulrike Witt

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