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Noch Millionen frei für Leader-Förderung im Südraum

Auch für Familien Noch Millionen frei für Leader-Förderung im Südraum

Stell Dir vor, es gibt Geld – und kaum einer weiß davon: Im Topf des Leader-Förderprogramms für den Südraum Leipzig stecken noch Millionen, die auch Privatleute, Vereine und Firmen abrufen können. Die Regionalmanager wollen jetzt Gas geben bei der Geldvergabe.

Allein 44 000 Euro Fördergeld aus dem Leader-Topf fließen in diesem Jahr in die Sanierung der Spielgeräte auf dem Waldspielplatz im Oberholz.

Quelle: Kempner

Markkleeberg. Stell Dir vor, es gibt Geld – und kaum einer weiß davon: Im Topf des Leader-Förderprogramms für den Südraum Leipzig stecken noch Millionen, die auch Privatleute, Vereine und Firmen abrufen können. Die Regionalmanager wollen jetzt Gas geben bei der Geldvergabe.

Allein in der Vorwoche brachten sie 30 Projekte rund um die Förderschwerpunkte Soziale Infrastruktur und Abbruch auf den Weg. Damit könne unter anderem ein verfallener Dreiseithof in Dreiskau-Muckern abgerissen werden und eine junge Familie dort bauen, erzählt Regionalmanagerin Annedore Bergfeld. Aber auch am Schloss Wiederau und im Röthaer Schlosspark könnten alte Gebäude verschwinden. Allein elf Privatleute seien bei der letzten Vergabe berücksichtigt worden.

Daneben gebe es Geld für die Sanierung von Vereinshäusern, für eine neue Heizung in der Großpösnaer Kita Hummelburg, den Aufbau einer Helferdatenbank für die Sportfreunde Neuseenland, aber auch ein Sommerferien-Zirkusprojekt einer Grundschule am Störmthaler See oder den Waldspielplatz im Oberholz. Allein für die Sanierung des beliebten Spielplatzes sollen in diesem Jahr 44 000 Euro fließen, erklärt Bergfeld.

„Damit sind jetzt insgesamt rund sechs Millionen Euro gebunden“, erzählt Bergfeld, seit Anfang an beim Projekt dabei. Das startete – wie berichtet – Ende 2015 mit einer Finanzausstattung von 18 Millionen für die Orte im Südraum Leipzig, die dafür eigens einer lokalen Aktionsgruppe beitreten mussten. Bis 2020 dürfen sie nach einer eigenen Entwicklungsstrategie selber bestimmen, wofür das Geld von EU und Freistaat ausgegeben wird. Ein Koordinierungskreis der Aktionsgruppe, der mehrheitlich aus Wirtschafts- und Sozialpartnern besteht, entscheidet über die Vorhaben.

Bislang floss allerdings erst zögerlich Geld in die Projekte. Wie berichtet, ist das Antragsverfahren umständlich, gab es in der Vergangenheit auch immer wieder Abstimmungsprobleme mit Landkreis und Freistaat. Zuletzt habe die Veränderung einer Richtlinie für Verzögerungen gesorgt, erklärt Bergfeld. „Wir wollen aber in diesem Jahr ganz gezielt unser Geld unter die Leute bringen“, verspricht sie.

Dazu werde im April ein neuerlicher Projektaufruf gestartet. Dieser solle wieder Abbruchvorhaben, Wohnen und die soziale Infrastruktur betreffen, aber insgesamt flexibel gestaltet werden, das gesamte Spektrum der Förderschwerpunkte umfassen. Bergfeld rät allen Interessierten, sich im Zweifelsfall bei ihr zu melden. Das Antragsverfahren sei zwar „viel Aufwand, aber wenn es irgendwie reinpasst, finden wir einen Weg“, sagt sie.

Gefördert werden unter anderem Vorhaben, die ländliche und ortsbildprägende Bausubstanz wieder fürs Wohnen herrichtet, aber auch der Bau und die Sanierung etwa von Gemeinschaftseinrichtungen. Selbst Klein- und Kleinstunternehmen könne Geld erhalten etwa für den Bau und die Erweiterung ihrer Produktionsstätte oder die Entwicklung neuer Produkte.

Zu den Projektaufrufen werde es wieder Informationsveranstaltungen geben, kündigt Bergfeld an. Die Termine würden rechtzeitig davor bekannt gegeben. Weitere Informationen finden sich unter www.suedraumleipzig.de.

Fragen beantwortet das Regionalmanagement: Frau Dr. Bergfeld/ Frau Prof. Groß/ Frau Jahns 0341/9124927; mail@iwr-leipzig.com und Frau Landmann, 034296/900 444, kontakt@planungsbuero-landmann.de

Von Jörg ter Vehn

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Landkreis: Leipzig

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