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Markkleeberg Noch keine Genehmigungen für Bootstouren in dieser Saison
Region Markkleeberg Noch keine Genehmigungen für Bootstouren in dieser Saison
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13:57 19.05.2015
Beliebtes Ausflugsziel: Bootstouren auf dem Störmthaler See. Quelle: André Kempner

Wenige Tage vor Beginn habe er trotz rechtzeitiger Anträge noch immer keine Genehmigungen für seine Boote.

"Dabei haben sich zum Beispiel 40 Hochzeiten auf der Vineta bei uns angemeldet", drängelt er. Er wolle nicht gern sehen, wie die alle im Landratsamt aufliefen und sich beschweren über die bürokratischen Hürden gegen ihren schönsten Tag im Leben. "Oder vielleicht sogar in Dresden beim Ministerpräsidenten", sagt er gereizt.

Tatsächlich haben alle in diesem Jahr bei dem Thema Schifffahrt auf den Tagebauseen etwas mitzureden - was das Problem sein dürfte. Und als letzte Partner kommen noch die Tagebausanierer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) in Senftenberg hinzu.

Von dort erwarte er eine Stellungnahme zu den geplanten Genehmigungen, so der im Landkreis zuständige Umweltamtsleiter Lutz Bergmann. Wie berichtet, muss die Bundesfirma als aktuell noch Eigentümer der Seen ihr Einverständnis für die Bootsnutzung solange erteilen, bis der Freistaat wie schon Anfang 2008 versprochen ins Eigentum eintritt. Beide Seiten sollen dem Vernehmen nach ernsthaft über einem entsprechenden Papier sitzen, Ausgang gewiss, Termin nicht. Parallel wäre von der Landesdirektion noch die allgemeine Schiffbarkeit der Seen zu erklären, woran ebenfalls seit Monaten gearbeitet wird.

Kein Wunden also, das selbst höchste Stellen der Gemeinde Großpösna zu einem Plan B für diese Saison geraten haben: Die Gemeinde beantragt für alle Privatboote eine Mastergenehmigung, erteilt danach selber alle weiteren Einzelgenehmigungen. Das sei erfolgt, so Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch.

Über eine Kontingentierung, die sich an der Unschädlichkeit für die Gewässerqualität orientiert, könne dann die Gemeinde Boote auch mit Motor erlauben, erläutert Bergmann die Verabredung. Aber auch dafür warte er noch auf die Stellungnahme der LMBV, bedauert er. Die gewerbliche Bootsnutzung bliebe bei der Regelung Sache des Kreises.

Inzwischen drängt auch Lantzsch. Wenn nicht bald das OK aus Senftenberg eintreffe, könne sie nicht mal die Bojen auslegen lassen, Grundvoraussetzung für die Seenutzung. Auch dafür werde ein Boot benötigt, warnt sie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.02.2015
Jörg ter Vehn

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