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Markkleeberg Nur echt mit Web-Etikett
Region Markkleeberg Nur echt mit Web-Etikett
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16:58 26.09.2011
Ein Kunstwerk am Tag – nach dieser Devise arbeitet der freischaffende Künstler Eric Prieditis. An den Zöbigker Hafen hat der Düsseldorfer eine ganze Auswahl seiner Arbeiten mitgebracht. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

„Statt Karten auf Reisen zu verschicken, nehme ich etwas mit“, erklärt Prieditis das Prinzip seiner Wanderbilder.

Über 100 hat er in den vergangenen zwei Jahren schon gemalt und in besagten Fußgängerzonen „ausgesetzt“. So bezeichnet Prieditis das Anbringen der im Kleinformat 13 mal 18 Zentimeter gefertigten farbenfrohen Werke. Deren Markenzeichen ist das Web-Etikett mit der Aufschrift „Gruß vom Rhein“. Wer eines findet, soll es mitnehmen und in einer anderen Stadt wieder „aussetzen“.

Bislang habe das allerdings nur einmal funktioniert und zwar in Spanien. „Eines meiner Wanderbilder ist von Valencia nach Teneriffa gereist“, erzählt Prieditis. Erfahren hat er das über seinen Internet-Blog. Dessen Adresse prieditis.blogger.de ist neben der Werksnummer, dem Entstehungsdatum und der Original-Unterschrift des Künstlers auf der Rückseite jedes seiner Wanderbilder zu finden.

Am Wochenende war der Rheinländer nun zum ersten Mal zu Gast in Markkleeberg. Den Kontakt hatte Kunstliebhaber und Biergartenbetreiber Peter Körtge hergestellt, der über Bekannte von dem ungewöhnlichen Projekt erfahren hatte. Mitgebracht hat der gelernte Musterzeichner und studierte Textildesigner Prieditis natürlich seine Wanderbilder.

„Sieben wurden in der Nähe der Apelsteine in der Region angebracht, eines wird im Laufe der Woche von Peter Körtge im Zöbigker Hafen versteckt“, so Prieditis. Auf die Idee mit den Apelsteinen sei er durch das Format seiner Bilder gekommen, das an das Jahr 1813 und damit an die Völkerschlacht erinnere. Über die Orte und Motive seiner Aussetzungen hält Prieditis seine Fangemeinde über seinen Blog auf dem Laufenden. Und bislang seien auch alle Wanderbilder entdeckt worden.

Für den Finder ist das Wanderbild Kunst, die fast nichts kostet. „Aus meiner Sicht zahlen Interessierte mit ihrer Aufmerksamkeit“, so Prieditis.

Ulrike Witt

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