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Markkleeberg „OberHolzHaus“ wächst jetzt auch inhaltlich
Region Markkleeberg „OberHolzHaus“ wächst jetzt auch inhaltlich
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08:00 15.10.2016
Viel Holz: Jan Wolfram (l.) und Andreas Padberg im künftigen „OberHolzHaus“. Im Hintergrund wächst das Funktionsgebäude heran. Quelle: Foto: Andre Kempner
Grosspösna

Es wächst und wächst: Das künftige waldpädagogische Zentrum „OberHolzHaus“ nimmt Formen an. Dem äußerlichen Baufortschritt wollen die Mitarbeiter des Forstbezirkes Leipzig nun mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald inhaltliche Formen folgen lassen.

Die vormontierte Blockhaus stand im Mai schon nach zwei Tagen. Ein aus Holz gehauenes und geschältes Prachtstück: „41 Kubikmeter Fichte aus dem Werdauer Wald bei Plauen“, erzählt Forstdirektor Andreas Padberg nicht ohne Stolz. Die Forstwirte von dort verstünden was vom Blockhausbau. Und rustikal solle das waldpädagogische Zentrum im Oberholz ja werden. Auch von innen. Doch damit geht es voraussichtlich erst im Winter beim dritten Bauabschnitt weiter.

Aktuell wacht der Bauverantwortliche Jan Wolfram über den zweiten Bauabschnitt. In dem entsteht neben dem Holzhaus ein Funktionsgebäude mit barrierefreier Toilette, Teeküche, einem kleinen Schulungsraum und Platz für das Material. Bis zum Winter sollen beide Häuser zudem noch weitgehend verschlossen werden, zumindest das Dach erhalten.

Parallel werde ab jetzt zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald am künftigen Programm des waldpädagogischen Zentrums gearbeitet, erzählt Padberg. Dafür müsse nicht das Rad neu erfunden werden, schließlich gebe es ja bereits solche Zentren. Andererseits biete das Haus im Oberholz schon ganz besondere Vorteile.

Gelegen an der Schnittstelle zwischen Stadt Leipzig und Landkreis sei das große Waldgebiet Oberholz mit seinem bedeutenden Bestand an Baumarten über einen neuen Fußweg in gerade mal 100 Metern zu erreichen, erzählt er. Nur wenige Meter weiter entfernt auf der anderen Seite liegt der Regionalbahnanschluss Oberholz. Der sehr gepflegte Botanische Garten für Arznei- und Gewürzpflanzen ist Partner und unmittelbarer Nachbar des „OberHolzHauses“. Nebenan befindet sich zudem das Arboretum der Uni Leipzig, die dort seit ein paar Jahren 70 einheimische Baumarten angepflanzt hat und deren Wachstum kontrolliert und dokumentiert.

Kein Wunder, dass sich bereits die ersten Schulklassen bei der Forstdirektion Leipzig gemeldet und Interesse an waldpädagogischen Erlebnistagen angemeldet haben. „Die Klassen kommen nicht nur aus Sachsen, sondern auch aus Sachsen-Anhalt“, erklärt Padberg. Er hat auch beim Personal vorgesorgt. Schon vier Mitarbeiter der Forstdirektion seien in Schulungen zu zertifizierten Waldpädagogen weitergebildet worden, erzählt er. Eröffnung sei vor den Sommerferien 2017.

Bei der Messe Jagd & Angeln vor ein paar Tagen war das Projekt „OberHolzHaus“ vorgestellt worden, hatte sofort Aufmerksamkeit erregt - wohl auch wegen des putzigen Tieres im Logo, das Schüler in einem Wettbewerb ermittelt hatten (die LVZ berichtete). Es zeigt eine Wildkatze mit typischem hell-dunkel gestreiften Schwanz. Bekanntlich hatten Forscher die scheue Tierart kürzlich im Nördlichen Auwald nachgewiesen. Er sei sich sicher, dass die Wildkatze auch im Oberholz vorkomme, so Padberg. Gleich ein Thema eines ersten Erlebnisausflugs?

Von Jörg ter Vehn

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