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Markkleeberg Oberbürgermeister begrüßt 25000. Einwohnerin in Markkleeberg
Region Markkleeberg Oberbürgermeister begrüßt 25000. Einwohnerin in Markkleeberg
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16:47 14.08.2017
Herzlich willkommen: Karsten Schütze (links) empfängt Miranda Kootz mit ihrem Mann Marco Stoppe und den Kindern Aurelius und Lahja im Lindengarten. Quelle: KempnerAndré
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Markkleeberg

Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) hat am Mittwochnachmittag die 25 000. Einwohnerin von Markkleeberg in seinem Dienstzimmer im Rathaus begrüßt. Miranda Kootz wohnt seit 21. Juli mit Ehemann Marco Stoppe und ihren beiden Kindern Lahja und Aurelius in Markkleeberg-Ost.

„Wir wollten einfach wieder zurück in die Heimat, zur Familie“, erklärte die 37-Jährige, die wie ihr Mann, 35, gebürtig aus Leipzig-Marienbrunn stammt. Sie hat die letzten 17 Jahre in Berlin gelebt, er seit 2009. „Die Hauptstadt ist uns zu groß, zu hektisch geworden“, meinte Marco Stoppe. Noch wohnen die Vier in einer Mietwohnung, im Februar wollen sie ihr neues Haus in Wachau beziehen. „Vergangene Woche war der erste Spatenstich“, erzählte der Familienvater ganz glücklich.

„Das ist eine Entwicklung, die einen schwindelig macht“, gestand Rathauschef Schütze. Eigentlich seien der Stadt die 25 000 Einwohner erst für 2028 vom Statistischen Landesamt prognostiziert worden. Und eigentlich habe Markkleeberg Stand 9. August 2017 auch schon 25 059 Einwohner, verriet der Oberbürgermeister. „Wir freuen uns natürlich über den Einwohnerzuwachs, aber der hat hinsichtlich der Infrastruktur erhebliche Konsequenzen. Die Zuzüge bringen fast alle Kinder mit“, betonte er.

Mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren und 4488 Bürgern unter 18 Jahren gilt Markkleeberg als junge Stadt. Allerdings mit einem deutlichen Frauenüberschuss, wie Schütze schmunzelnd sagte: Laut Statistik leben in Markkleeberg 13 076 Frauen und 11 983 Männer. Interessant: Die meisten Zuzügler kamen 2016 aus Sachsen (935), 70 Prozent davon aus Leipzig, gefolgt von Sachsen-Anhalt (69) und Bayern (55). Aus Bremen und Rheinland-Pfalz zogen je zwei Personen nach Markkleeberg. „Im Grunde haben wir Zuzüge aus allen Bundesländern, 2016 fehlten nur Saarländer und Schleswig-Holsteiner“, so Schütze. Dieses Jahr seien bislang wieder die Sachsen (589) vorn, danach Sachsen-Anhalt (35) und Thüringen (28). Schlusslichter sind Hamburg (3) und das Saarland (1).

Familie Kootz-Stoppe hat Glück gehabt: „Wir haben sofort einen Platz in der Wachauer Kita für Aurelius bekommen und auch in der Grundschule Markkleeberg-Ost gab es keine Probleme“, berichtete Miranda Kootz. Die siebenjährige Lahja ist stolze Erstklässlerin, erzählte begeistert von der Schule. Ihr vier Jahre alter Bruder interessierte vor allem ein Bus-Modell von der Linie 106.

„Das ist unser neuer Markkleeberger Stadtbus, der fährt seit gut einem Jahr“, erklärte der Oberbürgermeister. Ohne den hätten sich die Neu-Markkleeberger vielleicht anders entschieden. „Wir haben uns in unser Grundstück neben der Kirchruine sofort verliebt. Ohne öffentliche Verkehrsanbindung ginge es aber nicht. Mein Mann fährt Auto. Ich bin oft auf Dienstreise, immer mit Bus und Bahn unterwegs“, sagte Miranda Kootz, die bei der Deutschen Bahn arbeitet.

Inzwischen haben die Markkleeberger auch das Fahrrad entdeckt. „Zum Markkleeberger See ist das ideal“, meinten sie. Wie sich hier alles entwickelt habe, hätte sie sich früher nicht vorstellen können, fügte Miranda Kootz hinzu. Auf Entdeckungsreise können die Vier demnächst an Bord der MS Wachau gehen. Schütze schenkte der 25 000. Einwohnerin einen Familiengutschein für eine große Fahrt auf dem Markkleeberger und Störmthaler See. „Super, das haben wir noch nicht gemacht“, freute sie sich.

Von Ulrike Witt

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