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Oberholz: Erste Erfolge im Kampf gegen Riesenbärenklau

Oberholz: Erste Erfolge im Kampf gegen Riesenbärenklau

Großpösna. Der Kampf gegen den Riesenbärenklau zeigt im Oberholz Erfolg: Wo im Vorjahr auf der große Wiese nahe dem nördlichen Eingang am Damwildgehege noch tausende Pflanzen standen und große Bereiche unpassierbar machten, bekämpften die Waldarbeiter um Volkmar Wagner gestern nur noch einzelne Gewächse.

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Groß und giftig: Volkmar Wagner zeigt das Blatt eine noch jungen Riesenbärenklaus. Bis zu vier Meter hoch werden die Pflanzen.

Quelle: André Kempner

Bis zu dreimal im Jahr seien bislang die Bereiche mit den Vorkommen abgelaufen und bearbeitet worden, so Revierförster Christoph Seifert. "Ich denke, künftig kommen wir mit einem Gang pro Jahr aus."

Wie berichtet, wird seit 2012 im Rahmen eines Pilotprojekts im Oberholz gegen die aus dem Kaukasus eingewanderte Pflanze vorgegangen, die bis zu vier Meter hoch werden kann. Denn der Riesenbärenklau sei nicht nur eine Gefahr für die heimische Natur und verdränge Pflanzen aus ihrem angestammten Lebensraum, so Seifert. Die Pflanze sei auch giftig, stelle eine besondere Gefahr für die Spaziergänger in dem Naherholungsgebiet dar. Laut Wikipedia können Berührungen der Pflanze in Verbindung mit Tageslicht bei Menschen und Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und blasenbildenden, schwer heilenden "Verbrennungserscheinungen" (Photodermatitis) führen. Ein Grund, warum Waldarbeiter Volkmar Wagner, der zwischen dem Bärenklau umherstrich, gestern einen Schutzanzug samt Maske trug. Der andere: Er versprühte mit Ausnahmegenehmigung ein spezielles Pflanzengift auf die Bestände. Das wirke gezielt auf zweikeimblättrige Pflanzen wie den Bärenklau, aber auch etwa auf Brennnessel, so Seifert.

Die Wiese war vor einigen Tage vom Pächter gemäht worden. Das sei aber eher kontraproduktiv, so der Förster. Denn der Bärenklau sei äußerst robust, treibe schnell neu aus und bilde auf jeden Fall seine Blüte, um danach seinen Samen zu verstreuen. Dieser bleibe dann sieben bis zehn Jahre keimfähig. Mit einfachem Mähen sei dem Riesenbärenklau also nicht beizukommen.

Zu Anfang der Bekämpfung 2012 hatte ein Forstreferendar das Oberholz abgelaufen, alle Bestände kartiert. Er fand in dem 600 Hektar großen Gebiet 50 Punktvorkommen, zudem 20 flächendeckende Vorkommen, die zwischen 25 Quadratmeter und einem Hektar groß waren. Inzwischen sei es deutlich weniger, so Seifert. Aber der Kampf müsse noch weitergehen. Einzelne Pflanzen würden zum Beispiel mit dem Spaten bis zu 30 Zentimeter tief ausgehoben.

Sonntag führt Seifert Interessierte von 14 bis 16 Uhr durchs Oberholz, erklärt dabei neben einigen Sehenswürdigkeiten auch den Kampf gegen den Bärenklau. Start der geführten Wanderung ist am Mühlweg nahe dem Damwildhege.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.05.2014
Jörg ter Vehn

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