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ÖPNV: Markkleeberger wollen endlich eine Ost-West-Verbindung

ÖPNV: Markkleeberger wollen endlich eine Ost-West-Verbindung

Der Großteil der Markkleeberger ist mit dem Nahverkehrsangebot zufrieden. Das geht aus der im Frühjahr im Auftrag des Landkreises und der Stadt vom Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) durchgeführten Befragung hervor.

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Der Busknoten am Markkleeberger Bahnhof ist knapp ein Jahr nach seiner Eröffnung die wichtigste Haltestelle im Stadtgebiet.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Die detaillierten Ergebnisse, die 2015 in einem neuen Verkehrskonzept münden sollen, hat MDV-Verkehrsplaner Ron Böhme am Mittwochabend dem Stadtrat vorgestellt.

"Die Markkleeberger haben uns überrascht und logistisch vor ein Problem gestellt. Wir hatten mit 300 bis 400 Teilnehmern gerechnet, am Ende waren es 1020 Rückmeldungen", erklärte Böhme in der Aula des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums. Besonders eifrig beim im März durchgeführten ersten Teil, der Haushaltbefragung, waren ältere Bürger und Frauen. Insofern seien die Zahlen kein repräsentatives Meinungs-, wohl aber ein Stimmungsbild.

"Die Markkleeberger nutzen Straßenbahn und Bus nicht nur im Berufsverkehr, sondern auch in eigentlich schwachen Zeiten. Das hat uns erstaunt", sagte Böhme. Ebenso, dass viele Fahrten Einkaufs- und Freizeitaktivitäten geschuldet sind. Keine Überraschung war indes die hohe Zahl an Stammfahrgästen.

Auf die Frage, warum sie nicht auf Tram und Bus umsteigen, gaben die Nichtnutzer mangelnde Fahrtenhäufigkeit, einen zu hohen Fahrpreis und den größeren Zeitaufwand an. "Erfreulich: Von den 67 Prozent der Befragten, die ein Auto haben, nutzen 68 Prozent trotzdem täglich oder gelegentlich den ÖPNV. Das heißt, wir können nicht alles falsch gemacht haben", meinte Böhme. So seien denn auch 75 Prozent der Befragten mit dem Angebot zufrieden. Insbesondere das neue S-Bahnnetz sei eingeschlagen wie eine Bombe. Trotzdem sähen die Markkleeberger Nachbesserungsbedarf.

Ganz oben auf der Wunschliste steht eine Ost-West-Verbindung und die Anbindung von Auenhain samt Markkleeberger See und Kanupark. Gefordert werden aber auch die Anbindung des Zöbigker Hafens und des Einkaufszentrums Städtelner Straße. Generell hätten die Markkleeberger laut Fragebogen gern optimierte Linienführungen, mehr Haltestellen und einen durchgängigen Zehn-, zumindest aber 20-Minuten-Takt. "Ob das letztlich finanzierbar ist, steht auf einem anderen Blatt", sagte Böhme. Kritisiert wurde die Buslinie 107, die am Wochenende alle zwei Stunden fährt, gelobt die Zentralhaltestelle am Bahnhof. Überraschend: Die Zukunft der Straßenbahnlinie 9 soll keine große Rolle gespielt haben.

Einen Blick über die Stadtgrenzen erlaubt der zweite Teil der Befragung, die am 1./2. April in der Buslinie 108 (Markkleeberg-Probstheida), am 8./9. April in der 107 (Zwenkau/Hafen-Connewitzer Kreuz) stattgefunden hat. Gut ein Viertel der Interviewten in der 107 waren Leipziger, 15 Prozent Zwenkauer. In der 108 war sogar jeder Dritte Leipziger. Fazit: Rund die Hälfte der Fahrgäste fährt über das Stadtgebiet hinaus. "Ein reiner Ortsbus wäre ergo nicht sinnvoll. Beide Linien haben eine Bedeutung bei der Anbindung der Nachbarorte", so Böhme.

Meist genannter Verbesserungsvorschlag hier: eine Taktverdichtung am Wochenende beziehungsweise im Fall der 108 überhaupt ein Wochenendangebot. Montags bis freitags wird von den Nutzern bis in die Abendstunden ein 30-Minuten-Takt gewünscht, samstags und sonntags ein 60-Minuten-Takt.

Im Januar 2015 sollen auch die detaillierten Zahlen zur S-Bahn-Nutzung vorliegen und die ÖPNV-Studie komplett sein. Nächster Schritt sei dann eine zunächst kostenunabhängige Variantenuntersuchung, kündigte Böhme an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.09.2014
Ulrike Witt

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