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Markkleeberg Ökoschule kämpft mit Mindestlohn
Region Markkleeberg Ökoschule kämpft mit Mindestlohn
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14:00 19.05.2015
Basteln in der Ökoschule: Heidi Kunis (Mitte oben) freut sich, dass die Drittklässler der Grundschule Markkleeberg-Mitte mit Eifer bei der Sache sind. Quelle: André Kempner

"Wir haben im vergangenen Jahr 8000 Besucher begrüßen können. Damit sind wir sehr zufrieden", sagt Kunis. Die Gäste seien aus der ganzen Region mit Schwerpunkt auf Markkleeberg, dem Südraum und Leipzig gekommen. Ein Großteil der Arbeit habe auch 2014 der umweltbezogene Projektunterricht für die Klassen 1 bis 12 ausgemacht. Daneben standen Aktionen im Rahmen des Agra-Park-Jahres im Mittelpunkt, beteiligte sich die Ökoschule an der Organisation der Sieben-Seen-Wanderung.

"Wir freuen uns auch, dass wir zunehmend überregional als Weiterbildungseinrichtung für Umweltbildung wahrgenommen werden", betont Kunis. So zog es Erzieher und Lehrer in den Rundbau, aber auch die Schutzgemeinschaft deutscher Wald, die im November ihre Fachtagung mit über 50 Teilnehmern aus ganz Deutschland ausgerichtet und dies auch für 2015 geplant habe. "Das ist die beste Werbung für die Ökoschule, die 2014 auch ihren fünften Geburtstag am neuen Standort am Festanger gefeiert hat, für den Verein und für Markkleeberg generell", meint Kunis.

In diesem Jahr will sie nun zwei neue Projekte innerhalb des Netzwerks Sozialraum Landkreis Leipzig anschieben. "Im Februar möchten wir mit Kindern unser Insektenhotel erneuern, im April/Mai dann mit dem Anlegen eines Klanggartens beginnen", erzählt sie. Wie schon beim Bau des Lehmbackofens vor zwei Jahren würden sich Viertklässler der Grundschule Großstädteln an dem Projekt maßgeblich beteiligen.

Weitergeführt werden 2015 der Projektunterricht, die Ferienangebote, die Familiennachmittage, die Lesenacht mit Übernachtung, die sich bei Schulen wachsender Beliebtheit erfreue, der Umwelttag und natürlich auch die Ausrichtung von thematischen Kindergeburtstagen. "Wir haben für alle Angebote viele Anmeldungen vorliegen, aber es lohnt sich immer nachzufragen", so Kunis.

Bauchschmerzen bereitet ihr hingegen der Mindestlohn. "Natürlich bin ich für die Einführung, aber wir Vereine wissen nicht, wie wir unsere Leute bei einer ohnehin schon dünnen Personaldecke bezahlen sollen", sagt Kunis. Die Ökoschule, die vom Kreis und der Stadt finanziell unterstützt wird, bekomme Sach-, aber keine Personalkosten gefördert. "Das ist mit dem Mindestlohn ein noch größeres Problem", betont sie. Ihr bleibe vorerst nichts anderes, als der neben dem Chef einzigen fest angestellten Mitarbeiterin die Stunden zu kürzen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.01.2015
Ulrike Witt

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