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Markkleeberg Ökumene macht Schule: Bischof Timmerevers in Rüssen
Region Markkleeberg Ökumene macht Schule: Bischof Timmerevers in Rüssen
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07:00 14.03.2017
Bischof Heinrich Timmerevers (Mitte) im Gespräch mit Kindern in der Montessori-Schule in Rüssen, neben ihm Anja Wilzki und Alexander Wagner. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Hoher Besuch in Rüssen: Der katholische Bischof Heinrich Timmerevers hat sich gestern Mittag im Rahmen seiner ersten Tour durch die Verantwortungsgemeinschaft Leipzig-Süd/Markkleeberg in der Christlichen Montessori-Ganztagsschule umgeschaut.

„Das ist ein großes Zeichen der Ökumene“, freute sich Alexander Wagner, Vorsitzender des Trägervereins Lebenswelt Schule und stellvertretender Bürgermeister von Zwenkau. Denn die 2007 im katholischen Gemeindehaus in Zwenkau eröffnete Freie Schule ist evangelisch ausgerichtet. „Als sich der Verein 2005 gegründet hat, haben wir beim katholischen Ordinariat und bei der evangelischen Landeskirche um Unterstützung gebeten. Letztere hat es uns einfach gemacht“, gestand Wagner schmunzelnd. Für Timmerevers kein Problem „solange der Vorsitzende Katholik ist.“

In Begleitung des für Markkleeberg und Zwenkau zuständigen Pfarrers Andreas Martin und Kirchenrat Martin Gunkel ging es durch den 2015 prämierten Schulhof, Klassenzimmer und den Hort. „Wir haben über die Jahre 1,4 Millionen Euro in die Sanierung des Schulhauses gesteckt“, berichtete Wagner den Gästen. Hallo sagten sie Schulleiterin Anja Wilzki, die gerade mit einer altersgemischten Klasse Tier-Geschichten lauschte. Insgesamt lernen 63 Kinder in Rüssen.

„Das ist ja eine Idylle bei Ihnen. Haben Sie Sorge, dass Ihnen die Kinder ausgehen?“, wollte der Bischof wissen. Im Gegenteil, meinte Wagner: „Wir erleben seit 2013 einen Ansturm. Fürs kommende Schuljahr hatten wir 52 Bewerbungen auf 13 freie Plätze.“ Der Verein habe sich dennoch bewusst gegen einen Ausbau und für den Erhalt der familiären Atmosphäre entscheiden. Timmerevers berichtete vom Montessori-Schulzentrum Leipzig, wo auch das Interesse das Angebot übersteige, Geld und Personal den Wünschen Zügel anlegten.

Von Ulrike Witt

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