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Markkleeberg Österreicher in der Völkerschlacht rücken in den Fokus
Region Markkleeberg Österreicher in der Völkerschlacht rücken in den Fokus
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00:29 04.08.2015
Österreicher erhalten mehr Raum: Andreas Baage in dem neu gestalteten Zimmer des Regionalmusems im Torhaus Markkleeberg. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Dank einer 5000 Euro-Spende der Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig konnte der Förderverein in Zusammenarbeit mit dem wehrkundlichen Museum in Salzburg von einem österreichischen Privatsammler mehrere Exponate erwerben, die das neue Österreich-Zimmer aufwerten sollen. Dazu gehören diverse Kampf- und Ausrüstungsmittel der Truppen, die am 16. Oktober 1813 rund ums Schloss Markkleeberg mit den Verbündeten erbittert gegen die napoleonische Armee kämpften. In den Vitrinen sind unter anderem eine Infanterie-Offizierspistole, eine Kavallerie-Mannschaftspistole, eine Munitionstasche, ein Rossschinder, ein Haubajonett sowie eine österreichische Relation, also eine Kampfbeschreibung, über die Schlacht bei Wachau zu sehen.

"Die Österreicher wurden in der Geschichtsschreibung bisher eher vernachlässigt. Da sie hier vor Ort direkt beteiligt waren, fühlen wir uns verpflichtet, ihr Wirken besser zu beleuchten. Durch die Ankäufe können wir nun in unserem Museum an historischer Stelle ihrer Rolle während der Völkerschlacht gerechter werden", erklärt Gerlach. Besucher erfahren jetzt in der ersten Etage auf engsten Raum, wo welche Truppenteile mit welchen Aufgabenstellungen in der Schlacht gekämpft haben, welche Gegner auf napoleonischer Seite standen und wie die Österreicher mit den Verbündeten - Russen, Preußen und Schweden - zusammengearbeitet haben. Ein Teil der Exponate war schon 2013 im benachbarten Schloss zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht zu sehen. Finanziell unter die Arme griff dem Torhausverein schon damals die Sparkassenstiftung, die die Ausstellung mit 7000 Euro förderte. "Wir unterstützen seit vielen Jahren das Gedenken an die Völkerschlacht. Im Jubiläumsjahr 2013 haben wir die größte Themenförderung in der Stiftungsgeschichte realisiert", betont Stephan Seeger von der Stiftung. Daher sei es folgerichtig, nun auch die Neuausrichtung zu fördern.

"Die Franzosen sind überall stark präsentiert. Was die Österreicher betrifft, dürften wir jetzt sachsenweit am besten aufgestellt sein", meint Andreas Baage vom Torhausverein. Der pensionierte Gymnasiallehrer wünscht sich, dass die Markkleeberger Schulen das Angebot vor der Haustür künftig viel mehr nutzen.

Geöffnet ist montags und mittwochs von 10 bis 15, freitags von 10 bis 14 und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.08.2015
Ulrike Witt

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