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Markkleeberg Offene Türen im Kinderhospiz: Gleich 18 Sieger-Bären beim Malwettbewerb
Region Markkleeberg Offene Türen im Kinderhospiz: Gleich 18 Sieger-Bären beim Malwettbewerb
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00:30 10.09.2015
Bär Josefine, Lucia Thanner, Clown Flotti Lotti, Gabriele Tiefensee und Ulrike Herkner (v.l.) mit den Kinderbildern. Quelle: André Kempner
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"Wir möchten aufklären und damit Hemmschwellen abbauen. Außerdem ist es uns wichtig, dass unsere Unterstützer sehen, wie wir mit ihren Spenden umgehen. Immerhin wird das Kinderhospiz zu zwei Dritteln aus Spenden finanziert", erklärte Ulrike Herkner, Geschäftsführerin des Vereins Kinderhospiz Bärenherz Leipzig. Um die Betreuung schwerkranker Kinder und ihrer Familien durch die 30 Mitarbeiter zu gewährleisten, seien jährlich Spenden im sechsstelligen Bereich notwendig.

Undenkbar wäre Bärenherz auch ohne die vielen Ehrenamtlichen, die am Samstag an ihren pinkfarbenen Shirts erkennbar waren. Einer von ihnen war der 53-jährige Gerald Häußler. Seit zwei Jahren engagiert er sich für das Kinderhospiz. "Gerald hilft überall mit, ist immer da, wenn wir ihn brauchen. Er repariert alles, was kaputt geht, und manchmal kommt er auch nur vorbei und hebt unsere Laune. Er ist einfach unbezahlbar", schwärmte Herkner.

"Beeindruckt" zeigte sich Beate Potas. Die 54-Jährige, die in der Altmark lebt, wollte ihrer Tochter eigentlich nur mal ihre alte Heimat Markkleeberg zeigen. "Was hier geleistet wird, ist enorm. Beim Rundgang durch das Haus ist mir so richtig bewusst geworden, was es für ein Riesenglück ist, vier gesunde, fitte Enkel zu haben", meinte sie. Und die tobten wie viele kleine Besucher durch den Park, lachten mit Clowns, ließen sich von Ponys und einem Bernhardiner kutschieren, streichelten Alpakas, lauschten dem MDR-Kinderchor und staunten über einen Tisch voller Secondhand-Plüschbären, die für den guten Zweck verkauft wurden.

Gestaunt hat auch die Jury des Malwettbewerbs. Unter dem Motto "Wir suchen den schönsten Bären mit Herz!" waren Kinder und Jugendliche im Juni aufgerufen worden, Bilder einzureichen (die LVZ berichtete). Mehr als 50 zwischen drei und 17 Jahren haben es getan, wie Bärenherz-Schirmherrin Gabriele Tiefensee am Samstag berichtete. Mitte vergangener Woche hatte sie mit Malerin und Bärenherz-Botschafterin Rosa Loy und Kunsttherapeutin Lucia Thanner die Einsendungen, darunter auch eine aus den Niederlanden, gesichtet. Eine Aufgabe, die allen drei Frauen viel Freude bereitete.

"Es waren so viele schöne, liebevolle und kreative Bilder dabei, dass wir uns nicht auf einen Sieger festlegen konnten, sondern gleich 18 Gewinner in den unterschiedlichen Altersgruppen ausgewählt haben", sagte Tiefensee.

Bei vielen Zeichnungen sei deutlich geworden, dass die Kinder eben nicht nur einen hübschen Bären gemalt hätten, sich vielmehr mit Emotionen wie Tränen, Freude, Mut und Trauer, die untrennbar zum Kinderhospiz gehörten, auseinandersetzt haben. Herkner verriet noch, dass die Bärenbilder künftig mit den Dankesbriefen an die Spender verschickt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.09.2015
Ulrike Witt

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