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Markkleeberg Offensive für Deutschland will in Großpösna demonstrieren
Region Markkleeberg Offensive für Deutschland will in Großpösna demonstrieren
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20:28 11.11.2015
In Markkleeberg hatte die rechtspopulistische „Offensive für Deutschland“ rund 50 Anhänger mobilisiert.  Quelle: Dirk Knofe
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Großpösna

 Die fremdenfeindliche „Offensive für Deutschland“ von Ex-Legida-Chef Silvio Rösler, eine Großpösnaer Bürgerinitiative und die „Thügida“ wollen am Sonnabend in Großpösna gegen eine dort geplante Unterkunft für Flüchtlinge demonstrieren. Dagegen hat sich ein Bürgerbündnis für Toleranz gegründet, das sich den Rechten bewusst nicht in den Weg stellen, aber mit ihnen und allen anderen bei einem Bürgerbrunch ins Gespräch kommen will, um den Frieden im Dorf zu wahren.

Rund 300 Teilnehmer haben Rösler und Co für ihre Demo angemeldet. Sie wollen sich ab 14 Uhr nahe der Kita Hummelburg treffen, von dort über Seitenstraße, Am Sportplatz, Dr.-Zehmendorf-Straße, Fröbelstraße und Hauptstraße durch das Dorf laufen. Das Thema: „Gegen Asylpolitik dieser Regierung, für unsere Heimat und die Zukunft unserer Kinder“, heißt es.

Der Kreis als zuständige Versammlungsbehörde teilte am Mittwoch nach einem Gespräch mit den Initiatoren auf Nachfrage mit, über die Route sei noch nicht abschließend entschieden. Hintergrund: Der Weg beinhaltet einige sehr enge Gassen. Rösler hatte erst am 24. Oktober in Markkleeberg mit seiner Offensive demonstriert. Damals liefen weniger als 50 Gleichgesinnte mit ihm.

Forum für Toleranz

Ab 13 Uhr bietet in Großpösna am Sonnabend ein breit angelegtes Bürgerbündnis für Toleranz einen Bürgerbrunch im Rittergutshof an. Von 13 bis etwa 16 Uhr laden dazu Vertreter aller Fraktionen im Gemeinderat, der evangelischen und der katholischen Kirchgemeinden, die Gemeindeverwaltung sowie etliche im Ort tätige Vereine ein.

Der Bürgerbrunch für Toleranz solle ein Forum sein, miteinander ins Gespräch zu kommen, so Hauptamtsleiter Daniel Strobel. Schließlich stehe Großpösna mit der Aufnahme einer größeren Zahl von Flüchtlingen und deren Integration vor großen Herausforderungen. „Wir müssen aber verhindern, dass sich unser Dorf über diese Tatsache entzweit und spaltet“, heißt es in dem Aufruf. Die Aufnahme der Flüchtlinge sei Neuland für alle in Großpösna. „Lassen Sie uns gemeinsam darüber diskutieren, abwägen und beraten, wie wir diese große menschliche Aufgabe angehen und bewältigen.“

Die Polizei wird die Veranstaltung „angemessen“ absichern. Die Gemeindeverwaltung bittet trotzdem die betroffenen Anwohner, ihre Wagen und auch andere eventuell störende Gegenstände wie Mülltonnen und Ähnliches am Tag der Demo von den Straßen zu entfernen.

Von Jörg ter Vehn

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