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Markkleeberg Ohne Brandmauer kein neuer Pachtvertrag
Region Markkleeberg Ohne Brandmauer kein neuer Pachtvertrag
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07:00 08.12.2017
Der Gebäudekomplex ist brandtechnisch nicht sauber getrennt. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Der VfB Zwenkau fordert seit Jahren lautstark bessere Trainingsbedingungen für seine 300 Fußballer im Eichholzstadion. Weit zurückhaltender agiert der zweite Pächter der Sportanlage, die SG Blau-Weiß – mit fast 400 Mitgliedern der größte Verein in der Stadt. Aber auch der hat Probleme, wie der Vorstand am Mittwochabend am CDU-Stammtisch im „Schützenhaus“ offenbarte.

„Ohne eine ordentliche Brandmauer unterzeichnen wir keinen neuen Pachtvertrag“, erklärte Vereinsvorsitzender Randolf Winter. Seit dem Umbau der Gebäude am Eythraer Weg 2006 sei diese nicht durchgängig, die von der SG Blau-Weiß genutzte Kegelbahn und das vom VfB betriebene Sportlerheim samt Kabinen seien damit keine getrennten Brandabschnitte. Im Schadenfall habe dies versicherungstechnisch Konsequenzen. „Wir übernehmen unser Objekt erst, wenn Brandsicherheit besteht“, so Winter.

Das Thema kocht jetzt hoch, weil die Stadt nach dem Kauf des Sportgeländes vom Freistaat Anfang 2017 neue Pachtverträge schließen muss. Der Kauf galt als Voraussetzung für den vom VfB gewollten Stadionumbau (die LVZ berichtete mehrfach). Winter machte deutlich, dass er nicht alle Vorstellungen der Fußballer teilt: „Wir geben unsere Tennisplätze nur her, wenn wir neue bekommen.“

Der Chef der CDU-Stadtratsfraktion, Wolf-Dietrich Einicke, meinte, der VfB habe schon bessere Bedingungen als andere Vereine, weil seine Plätze wegen des Sportunterrichts von der Stadt bewirtschaftet werden. Das sehen die Kicker anders. Beim Partnertreffen hatte der VfB-Vorstand erneut einen Appell ans Rathaus gerichtet: „Wir brauchen mehr Sportplatzflächen, Ersatz für den maroden Sanitärcontainer, eine geordnete Zufahrt und saubere Parkplätze.“

Bürgermeister Holger Schulz (CDU) betont derweil, dass die Pflichtaufgaben der wachsenden Stadt wie der Kita-Ausbau Priorität haben. Nichtsdestotrotz wurden im aktuellen Doppelhaushalt 60 000 Euro und bis 2019 weitere 300 000 Euro fürs Eichholzstadion eingeplant. Dass der Großteil in die Folgejahre verschoben werden muss, gilt als sicher. Denn noch läuft bis März die Kartierung für die Ausgliederung aus dem FFH-Gebiet. Und das Sportstättenkonzept, Basis für das Bebauungsplanverfahren Sportmeile, ist noch nicht mal ausgeschrieben.

So lange warten kann die Stadt beim Baumbestand im Eichholz wohl nicht. Laut Winter bedrohen zwei alte Eichen an den Tennisplätzen inzwischen die Sicherheit der Spieler, aber auch die Besucher der Heimspiele des Sachsenligisten VfB Zwenkau.

Von Ulrike Witt

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