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Markkleeberg Ortsumfahrung Störmthal: "Keine nennenswerten Probleme"
Region Markkleeberg Ortsumfahrung Störmthal: "Keine nennenswerten Probleme"
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14:40 19.05.2015

Wegen der üblichen Unwägbarkeiten im noch jungen Baujahr seien Aussagen über einen konkreten Verkehrsfreigabetermin heute noch nicht seriös möglich, bat Sprecherin Isabel Siebert gestern um Verständnis. Dabei lägen bislang alle Arbeiten voll im Bauzeitenplan, habe es "keine nennenswerten Probleme" gegeben, erklärte sie.

So sei der erforderliche Erdbau für die rund 3,3 Kilometer lange Ortsumfahrung in großen Teilen bereits abgeschlossen, ebenso der Bau der Straßenentwässerungssysteme. "Bis Mitte 2014 ist die Fertigstellung der Erdbauleistungen geplant und im Anschluss daran kann mit den Straßenoberbauarbeiten begonnen werden", teilte sie gestern mit. In der zweiten Jahreshälfte werde dann die neue Trasse an das bestehende Straßennetz angeschlossen, beginne auch die Montage der Straßenausrüstung. Gemeint mit letzterem sind zum Beispiel Leitplanken und Schilder.

Den guten Fortschritt der Baustelle spiegelt auch der Stand der Brückenbauarbeiten wieder. Wie berichtet, sind drei solcher Bauwerke vorgesehen: Eines führt über den Oberholzweg und ein zweites über den Schlumperbach. Die dritte Brücke wiederum leitet die verlängerte Konsumgasse über die Ortsumfahrung. Noch im Frühjahr werde das Bauwerk über den Oberholzweg fertig, so Siebert. Der Überbau sei betoniert, als nächstes folgten dessen Abdichtung und die Kappenherstellung, dann werde das Widerlager hinterfüllt.

Im Sommer dieses Jahres werde auch die Brücke im Zuge der Konsumgasse fertig. Nach Sieberts Worten ist dort der Baustand identisch mit dem der ersten Brücke.

Am Bauwerk über den Schlumperbach ist aber noch einiges zu tun. Dort ist der Unterbau fertig, haben Arbeiter begonnen, die Schalung für die Fahrbahn herzurichten. Viel Zeit benötigt die Betonierung des Überbaus angesichts des kleinen Bauwerks aber nicht. Im Ablaufplan des Lasuv steht auch die Fertigstellung dieser Brücke mit Sommer 2014 drin.

Mit dem Bau der Ortsumfahrung war im Juni 2013 begonnen worden. Die Trasse führt von der Autobahnmeisterei im Norden Störmthals östlich um den Ort und die "Schäferei" herum, trifft südlich im Kreuzungsbereich zur Straße nach Oelzschau wieder auf die bestehende Trasse. Neben der eigentlichen, 10,5 Meter breiten Ortsumfahrung auf 3,3 Kilometer Länge werden auch rund 600 Meter Anschlüsse von untergeordneten Straßen neu hergestellt. Geplant sind zudem rund 500 Meter Geh- und Radweg.

Um den besonders sensiblen Bereich der Schlumperbachaue hatte es im Vorfeld Ärger gegeben. So war die Planung für die Ortsumfahrung bereits fertig, als neue Gesetze einen größeren Schutz der Natur vorschrieben. Als Ergebnis der Umplanung erhält die Schlumperbachbrücke nun zwei Fledermausschutzwände als Überflughilfen. Der besseren Entwässerung dienen zwei Regenrückhaltebecken, ein Staubecken sowie Staugräben.

Der Bau der regionalen Verkehrsachse, die letztlich auch die A38 mit der geplanten A72 bei Espenhain verknüpft und rund 9000 Fahrzeuge täglich aufnehmen soll, kostet rund neun Millionen Euro. Die Europäische Union unterstützt die Maßnahme zu 75 Prozent aus Mitteln des Fonds für regionale Entwicklung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.02.2014
Jörg ter Vehn

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