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Ortswehr Gaschwitz bleibt Sorgenkind

Ortswehr Gaschwitz bleibt Sorgenkind

Markkleeberg. "Wer nicht bereit ist, bei der Freiwilligen Feuerwehr mitzuarbeiten, der kann im Ernstfall auch keine schnelle Hilfe erwarten.

" Das düstere Szenario zeichnet der Markkleeberger Stadtwehrleiter Rainer Walther - bekanntermaßen ein Mann deutlicher Worte - für Gaschwitz. Und das nicht zum ersten Mal.

Anlass ist diesmal eine gescheiterte Werbetour der Gaschwitzer Kameraden. Ganze 297 persönliche Einladungen hatten der Markkleeberger Oberbürgermeister Bernd Klose, die Stadtwehrleitung und Ortswehrleiter Manfred Reuter im Vorfeld an erwachsene Bürger herausgeschickt. Schließlich geht es um nichts Geringeres als den Fortbestand der Gaschwitzer Wehr, die im vergangenen Jahr noch auf 120 Jahre anstoßen konnte. Durch die berufliche Abwanderung einiger Kameraden ist die personelle Situation mal wieder prekär.

"Die Ausbeute war deprimierend. Gerade mal zwei Leute haben den Weg zu unserem Schnupperdienst gefunden und sich zumindest mal informiert", berichtet Walther. Aber selbst wenn sich die beiden für das verantwortungsvolle Ehrenamt entscheiden sollten, sei das personelle Problem der Gaschwitzer noch immer nicht behoben.

Aktuell zählt die im Löschgerätehaus in der Cröbernschen Straße ansässige Ortswehr 26 Mitglieder. Davon gehören allerdings nur neun der aktiven Abteilung an. "Gemäß der gesetzlich geregelten Mindestanforderungen brauchen wir 18 aktive Kameraden. Im Moment ist zu keiner Tageszeit gewährleistet, dass die vorhandene Technik normgerecht besetzt werden kann. Dafür müssten allein als Basis neun unterschiedlich ausgebildete Aktive da sein", erklärt Walther.

Da die anderen beiden Markkleeberger Wehren, die Schwerpunktfeuerwehr Markkleeberg-West und die Freiwillige Feuerwehr Wachau, momentan gut aufgestellt seien, könne der so genannte abwehrende Brandschutz, zu dem die Stadt verpflichtet ist, noch sichergestellt werden. Lange Wege bedeuteten aber in jedem Fall ein späteres Eingreifen bei Bränden, technischen Hilfeleistungen und anderen Notsituationen. "Der Tatsache müssen sich die Gaschwitzer bewusst sein", betont Rainer Walther.

Dass er und Ortswehrleiter Manfred Reuter nicht besonders gut miteinander können, ist nicht neu. Offensichtlich wurde dies zuletzt im Februar bei der Jahreshauptversammlung in der Wachauer Linde, als sich die Männer ein kleines verbales Scharmützel lieferten (die LVZ berichtete). Walthers stete Kritik: Reuter mache die Gaschwitzer mit den zwar beliebten, aber letztlich nicht die Einsatzstärke fördernden "Auftritten" der historischen Feuerwehr Isabella zu einer Traditionstruppe. Reuter weist dies seit Jahren zurück. Der Stadtrat der Linken fühlt sich durch die im Vergleich zu den anderen Ortswehren schlechtere technische Ausstattung benachteiligt. Ulrike Witt

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.05.2013

Ulrike Witt

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