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Markkleeberg Oskar-Preisträgerin lebt in Großdalzig
Region Markkleeberg Oskar-Preisträgerin lebt in Großdalzig
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14:51 19.05.2015
Täglich im Einsatz: Die 57-jährige Erika Schumann arbeitet als Fahrerin für die Kinderarche-Tagesgruppe in Großdalzig. Quelle: André Kempner

Schirmherr ist seit 2012 Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU).

Vor zwei Jahren war Erika Schumann aus dem Zwenkauer Ortsteil Großdalzig eine von insgesamt 21 Preisträgern. "Sie tut weit mehr, als ihr Dienst als Fahrerin im Rahmen eines Mini-Jobs für die Tagesgruppe Großdalzig erfordert", betont Birgit Andert, Sprecherin der Kinderarche. Die 57-Jährige habe stets ein offenes Ohr für die neun Kinder, die im Gemeindezentrum nach der Schule betreut werden. So helfe sie unter anderem bei den Hausaufgaben oder backe Kuchen. "Ihr Engagement ist nicht nur für Kinder ein Vorbild, sondern auch für Erwachsene", sagt Andert.

Schumann hat sich 2012 über den Oskar gefreut. Der Preis sei eine schöne Anerkennung gewesen. Drei Jahre zuvor hatte sie sich um den Job in ihrem Heimatort beworben. "Ich habe einen behinderten Sohn, pflege meinen inzwischen 95-jährigen Vater, da gibt es im Einzelhandel keine Arbeit für eine gelernte Verkäuferin. Also habe ich nach einer Alternative gesucht - und bei der Kinderarche eine schöne gefunden", erzählt Schumann.

Montags bis freitags ist sie seit nunmehr fünf Jahren im Einsatz. Mittags holt sie die Kinder von der Schule ab, pendelt zwischen Groitzsch, Elstertrebnitz, Markranstädt, Großlehna und Großdalzig. Am späten Nachmittag fährt sie ihre Schützlinge nach Hause.

"Sie ist immer lieb und freundlich und fährt super", sagt stellvertretend der zehnjährige Domenik. Schumann lächelt: "Es ist schön zu erleben, wie die Kinder, die aus schwierigen familiären Verhältnissen zu uns kommen, Fortschritte machen." Sie kennt aber auch die grauen Tage, wenn die Kinder bedrückt aus dem Unterricht kommen, die Lehrerin ihr noch Hinweise für die Sozialpädagogen der Kinderarche mitgibt. "Ohne Frau Schumann geht es bei uns gar nicht mehr", sagt Erzieherin Jessica Lehnert. So lange sie arbeiten könne, wolle sie der Tagesgruppe treu bleiben, verspricht die Großdalzigern.

Wer 2014 den Oskar erhält, darüber entscheidet eine Jury aus Fachleuten und Jugendlichen am 14. Oktober. Bis 30. September nimmt der Verein noch Vorschläge unter www.kinderfreundliche-sachsen.de entgegen. Zwischen dem 6. und 19. Oktober werden an gleicher Stelle die Favoriten gekürt. Vorhang auf für den Kinderarche-Oskar heißt es dann am 14. November auf Schloss Wackerbarth. Den Preis übergibt übrigens Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.09.2014
Ulrike Witt

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