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PVM-Chef: Keine Rückkehr der alten "100"

PVM-Chef: Keine Rückkehr der alten "100"

Acht Monate nach der Anpassung des Fahrplans an das neue S-Bahnnetz und der Übernahme des Bushofs Zwenkau durch die kreiseigene Personenverkehrsgesellschaft Muldental (PVM) hat Geschäftsführer Andreas Kultscher jetzt eine positive Bilanz gezogen.

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Technisch und personell aufgerüstet - der Bushof Zwenkau.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. "Organisatorisch war das ein Kraftakt. Leobus und PVM - da sind zwei Welten aufeinandergestoßen", erklärt er im Gespräch mit Bürgermeister Holger Schulz (CDU) im Rathaus. In der Pegauer Straße seien eben nicht nur die Firmenschilder ausgetauscht worden. "Wir haben die Kapazitäten erheblich aufgestockt. Was wir übernommen haben, ließ einige Wünsche übrig. Die meisten Gelenkzüge waren Baujahr 1992 und hatten über eine Million Kilometer auf dem Buckel", so Kultscher.

2013 habe die PVM deshalb acht neue Elf-Meter-Niederflurbusse mitgebracht, zwei weitere neue Gelenkzüge würden 2014 angeschafft. Die in Deuben bei Wurzen ansässige PVM hat erst dieser Tage Fördermittel für sieben neue Busse erhalten. Davon werde auch Zwenkau, wo 45 PVM-Busse stehen, profitieren. Nachdem seit März auf den Linien 100 und 107 nur noch Niederflurbusse eingesetzt würden, seien spätestens ab Dezember auch die alten Schlenkis im Schülerverkehr Geschichte. Geplant sei zudem der Kauf eines Kleinbusses. "Wenn wir nicht jährlich ein Zehntel des Fuhrparks erneuern, laufen uns die Kosten davon", sagt Kultscher.

Aufgestockt wurde auch das Personal. 80 Mitarbeiter arbeiten jetzt am Standort Zwenkau, davon 63 als Fahrer. Statt der bei der LVB-Tochter Leobus üblichen 30-Stunden-Verträge seien allen Vollzeit-Jobs angeboten worden.

Diskutiert wird in Zwenkau noch immer über die Buslinie 100. Wie berichtet, wurde die Schnellbuslinie zum Hauptbahnhof mit Eröffnung des City-Tunnels gekappt. Wer nach Leipzig will, muss am Markkleeberger Bahnhof in die S-Bahn umsteigen oder die 107 nutzen, die ebenfalls über Markkleeberg-Bahnhof fährt. Auf die Frage, ob er sich, wie von den Freien Wählern gefordert, eine Renaissance der alten 100 vorstellen kann, sagt Kultscher: "Das schließe ich aus. Die 100 ist Zubringer und mit im Schnitt 40 Gästen pro Fahrt gut ausgelastet." Etwa ein Drittel steige in Markkleeberg um und das ohne Probleme. Auch weil die Übergangszeit auf sieben Minuten ausgedehnt wurde, wie Fahrplaner Frank Lorenz erklärt, der jetzt in Zwenkau sitzt. "Wir sind mit den Fahrgastzahlen auf der 100 und der 107 sehr zufrieden. Generell ist das ÖPNV-Angebot im Bereich Zwenkau gut und weit mehr als die gebrochene Linie 100", so Kultscher.

Mit dem Fahrplanwechsel am Montag gebe es für die Zwenkauer keine wesentlichen Veränderungen, sagt Lorenz. Dafür könnten sie sich auf ein paar Neuerungen freuen. So würden vom MDV in den nächsten Monaten alle Regionalbushaltestellen modernisiert, vier - Bushof, Konsum, Nord und Hafen - sogar mit dynamischer Fahrgastinformation ausgestattet. Digital aufgerüstet werden auch die Aushänge, die mit QR-Code Fahrplanabruf und Ticketkauf per Smartphone möglich machen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.08.2014
Ulrike Witt

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