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Markkleeberg Parkchaos am Cossi: "Wir stoßen an unsere Grenzen"
Region Markkleeberg Parkchaos am Cossi: "Wir stoßen an unsere Grenzen"
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13:58 19.05.2015
Dicht an dicht stehen Autos an heißen Tagen in der Mehringstraße. Quelle: A. Kempner

Rund um die Lauersche und die Mehringstraße, aber auch im Zöbigker Winkel bricht im Schnitt an 30 Tagen das große Parkchaos aus - zuletzt an Pfingsten.

"Wir Markkleeberger freuen uns ja über die Ausflügler und Touristen, aber es kann nicht sein, dass wir an solchen Tagen nicht wissen, wohin wir unsere Fahrzeuge stellen sollen", brachte Anwohnerin Marion Beardsworth ihren Unmut in der Bürgerfragestunde der jüngsten Stadtratssitzung zum Ausdruck. Die Stadtverwaltung - und nicht nur die Markkleeberger - sei gefordert.

"Ich bin ehrlich, wir stoßen an unsere Grenzen", gestand Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Selbst die Aufstockung des fünfköpfigen Gemeindevollzugsdienstes durch zwei Saisonkräfte und die Unterstützung der Polizei hätten Pfingsten nichts gebracht. "Unsere Leute haben 1200 Knöllchen verteilt. Trotzdem war die Lauersche Straße so zugeparkt, dass es für die Buslinie 65 kein Durchkommen gab." Dabei sei selbst der sonst aufgrund seiner großen Entfernung zum Nordstrand stets verwaiste, weil schlecht geplante Parkplatz an der Leipziger Brückenstraße diesmal in Beschlag genommen worden.

"Viele schrecken nicht davor zurück, Einfahrten und Kreuzungen, sogar Rettungswege, über Stunden zu blockieren. Sorge bereitet mir vor allem die gestiegene Aggressivität", betonte Schütze. Verbale Attacken und körperliche Angriffe auf die Politessen hätten deutlich zugenommen, bis hin, dass junge Männer am helllichten Tag versuchten, mit Eisenstangen Poller zu zerstören.

Ein weiteres Problem sei die Müllflut, der die Stadt und der Seebetreiber, die Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen Wachau (EGW), kaum noch Herr würden. Pfingsten hätten die EGW und freiwillige Helfer über 30 Kubikmeter Unrat per Hand aufgelesen. Und dies sei längst nicht alles gewesen, was die Seebesucher hinterlassen hätten.

"Die Probleme vollständig in den Griff zu bekommen, wird nicht möglich sein", sagte Schütze im Lindensaal, "aber wir werden nicht aufgeben." Das Parkkonzept, das Markkleeberg 2013 im Bereich Lauersche/Mehringstraße mit einem allgemeinen Parkverbot und der Auszeichnung von Parkbuchten umgesetzt hatte, brachte keine Verbesserung. Verschoben, weil von den Anwohnern nicht gewollt, sei die Erweiterung des Waldparkplatzes in Zöbigker, so Schütze.

Der Rathauschef setzt auf das in Erarbeitung befindliche Verkehrskonzept der Stadt Leipzig für ihren Teil des Cospudener Sees. Markkleeberg will dieses und die Auswertung der Fahrgastbefragung des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes als Basis nehmen und 2015 ein eigenes Konzept für die gesamte Stadt vorlegen. Sicher ist derweil, die nächste Hitzewelle und das nächste Parkchaos wird kommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2014
Ulrike Witt

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